Lebensmittelherkunft: Die große Täuschung

Auf acht von zehn Obst- und Gemüseständen fehlt die vorgeschriebene Kennzeichnung des Ursprungslandes. Das ist das Ergebnis einer Stichprobenuntersuchung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Dabei wurden nicht nur Obst- und Gemüsehändler auf Wochenmärkten oder auf der Straße getestet, sondern auch die Stände in Supermärkten und Discountern. Entweder fehlte die Herkunftsbezeichnung komplett oder sie stiftete Verwirrung.

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Bei fast allen Obst- und Gemüsesorten ist die Herkunftsangabe Pflicht. Und das Gesetz zur ordentlichen Kennzeichnung hat auch durchaus seinen Sinn. Denn erst wenn man weiß, woher ein Produkt kommt, kann man beurteilen, ob man es vielleicht besser meiden sollte. Das gilt ganz besonders für Obst und Gemüse. So werden in einigen Ländern Pestizide oder andere Stoffe eingesetzt, die bei uns verboten sind.

Wie das ARD-Magazin Plusminus aufdeckte, wird mit Obst und Gemüse auch tatsächlich Schindluder getrieben. So gibt es kriminelle Gruppen, die zum Beispiel chinesisches Gemüse in die EU einschmuggeln und dann mit neuen Etiketten ausstatten. Besonders häufig scheint das Plusminus zufolge Knoblauch und Trüffel zu betreffen.

Autor: Christian Sachse, 02.02.11
Quelle: Verbraucherzentrale NRW, plusminus

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