Wie verändert die Einnahme von Vitamin-D-Tabletten den Blutspiegel?

Diese Frage stellen sich nicht nur immer mehr Gesundheitsinteressierte, sondern auch viele Ärzte. Eine grobe Faustformel dafür lautet: Die einmalige Einnahme von 10.000 IE Vitamin D3 erhöht bei einem 70 kg schweren Erwachsenen den Serumspiegel um etwa 1 ng/ml. Und zwar von 25-Hydroxy-Vitamin-D3, das ist die Vitamin-D-Vorstufe, die man im Blut messen kann.

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Und was passiert bei einer Extra-Portion?

Im Jahr 2011 erschien im Fachblatt Anticancer Research eine US-amerikanische Studie, die diese Frage noch mal von einer anderen Seite beleuchtet. Nämlich: Was bringt eine zusätzliche Zufuhr von 1.000 IE Vitamin D pro Tag über einen längeren Einnahmezeitraum?

Über einen Zeitraum von 5 Jahren wurden die Angaben von 3.600 Personen zur Vitamin-D-Ergänzung analysiert. Außerdem wurden ihre Blutspiegel alle 6 Monate bestimmt. Den Ergebnissen zufolge hängt die Änderung des Blutspiegels stark vom Ausgangswert ab, was mit Blick auf die körpereigenen Regulationsmechanismen gut nachvollziehbar ist.

Effekte in Zahlen

Für eine zusätzliche Zufuhr von 1.000 IE Vitamin D pro Tag wurden folgende Änderungen des Blutspiegels ermittelt:

Ausgangswert von 25-OH-Vitamin-D3
im Blut
Anstieg des Blutspiegels bei Einnahme
von 1.000 IE Vitamin D/Tag um
10 ng/ml (25 nmol/l) 11 ng/ml (27,5 nmol/l)
30 ng/ml (75 nmol/l) 8 ng/ml (20 nmol/l)
50 ng/ml (125 nmol/l) 5 ng/ml (12,5 nmol/l)
über 96 ng/ml (240 nmol/l) 1,6 ng/ml (4 nmol/l)

 

Autor: Dr. Hubertus Glaser