Ist Lebertran noch ein guter Vitamin-D-Lieferant?

Beim Stichwort Vitamin D fällt vielen älteren Erwachsenen als Nahrungsquelle noch der Lebertran ein. Früher galt: Kinder, die Lebertran essen, sind zuverlässig vor der Knochenkrankheit Rachitis geschützt. Denn Rachitis entsteht durch Vitamin-D-Mangel. Die Zeiten haben sich aber geändert und Lebertran spielt als empfehlenswerter Lieferant für Vitamin D nicht mehr die Rolle wie früher.

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Mehr Vitamin A als Vitamin D

Vielleicht liegt es an einer geänderten Nahrungskette, dass das Fischerzeugnis heute weniger Vitamin D und dafür umso mehr Vitamin A enthält. Das ist ungünstig, denn Vitamin A verdrängt Vitamin D von den Zellrezeptoren und kann sich in hohen Dosen gesundheitsschädlich auswirken. Dass es in der Apotheke von heute zudem auch geschmacklich attraktivere Alternativen gibt, wird besonders die Kinder freuen.

Lebertran-Produkte enthalten üblicherweise etwa 90 IE Vitamin D und 1.000 IE Vitamin A pro Gramm Öl. Oder 10-80 IE Vitamin D und 60-800 IE Vitamin A pro Kapsel. In einem ähnlichen Bereich mit höchstens 1,5 IE Vitamin D3 pro Gramm Öl bzw. 80 IE pro Kapsel liegen Fischölkapseln. Sie weisen zudem noch Reste von Vitamin A auf und sind zur Zufuhr von Vitamin D ebenfalls wenig geeignet.

Autor: Dr. Hubertus Glaser