Was ist 25-Hydroxy-Vitamin-D3?

Eine Vorstufe von Vitamin D. Der Begriff Vitamin D steht nämlich nicht für eine einzige Substanz, sondern für mehrere. Eine Vorstufe des biologisch aktiven Vitamin D3 ist das Calcidiol, das häufig auch als 25-Hydroxy-Vitamin-D3 bezeichnet wird.

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Chemiestunde

Chemiebegeisterte wissen, dass damit eine Hydroxylierung des Vitamin D3 (Cholecalciferol oder Calciol) gemeint ist. Für alle anderen ist vor allem von Interesse, dass es sich um eine noch inaktive Form des Vitamin D3 handelt. Sie wird in der Leber gebildet und dann über das Blut zum letzten Syntheseschritt in die Nieren transportiert. Dort entsteht dann Calcitriol (1,25-Dihydroxy-Vitamin-D3), die biologisch aktive Wirkform des Vitamin D3.

Das 25-Hydroxy-Vitamin-D3 im Blutserum ist für uns als Laborwert von besonderer Bedeutung. Es zeigt die längerfristige Versorgungssituation des Körpers mit Vitamin D an.

Wichtiger Messwert für die Vitamin-D-Versorgung

Der Blutwert von 25-Hydroxy-Vitamin-D3 bildet heute die Grundlage für die Empfehlungen zur Vitamin-D-Zufuhr. Fachorganisationen wie etwa die Deutsche Gesellschaft für Ernährung oder das US-amerikanische Institute of Medicine operieren mit dieser Maßeinheit. Beide Institutionen sehen eine Serumkonzentration in Höhe von 50 nmol/l (20 ng/ml) als Minimalwert an, der eine wünschenswerte Versorgung widerspiegelt. Andere Quellen betrachten diesen Konzentrationsbereich noch als Mangelzustand und gehen von 75 nmol/l bzw. 30 ng/ml oder 30 µg/l als Untergrenze aus.

All die komplizierten und vor allem verschiedenen Wirkstoffbegriffe und Maßeinheiten sind nervig. Aber es gibt sie nun mal und sie werden alle fleißig in der Fachliteratur, auf Beipackzetteln und im Internet verwendet. Wohl dem, der dabei den Überblick behält.

Wenn Sie wissen möchten, wie es um Ihren Vitamin-D-Spiegel bestellt ist, dann lassen Sie ihn von Ihrem Arzt bestimmen. Am besten im Rahmen einer ohnehin fälligen Blutuntersuchung. Bei etwa 60% der Deutschen sollen die Werte, vor allem gegen Ende des Winters, zu niedrig liegen.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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