Schützt Vitamin D vor Herzinfarkt?

Dafür sprechen umfangreiche wissenschaftliche Erhebungen. In einer großen Langzeitstudie wurden Männer im Alter zwischen 40 und 75 Jahren beobachtet. Diejenigen mit einem Mangel an Vitamin D ein fast zweieinhalbfaches Risiko dafür auf, in den nächsten 10 Jahren einen Herzinfarkt zu entwickeln.

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Selbst bei Berücksichtigung typischer Risikofaktoren für eine Erkrankung der Herzkranzgefäße (u.a. Vorkommen in der Familie, ungünstige Blutfettwerte und Übergewicht) war das Risiko immer noch doppelt so hoch.

Bestätigung aus Dänemark

Eine dänische Meta-Analyse aus dem Jahr 2012 kam zu einem ähnlichen Ergebnis. Sie umfasste mehrere Studien mit insgesamt über 10.000 Menschen und einem Beobachtungszeitraum von fast 30 Jahren. Das Ergebnis: Ein hoher Vitamin-D-Spiegel verringert das Sterberisiko durch einen tödlichen Herzinfarkt um 81%. Das ist mehr als relevant.

Umso erstaunlicher ist es, dass wir in der Mehrzahl weder unseren Vitamin-D-Spiegel kennen noch die Bedeutung, die eine optimale Versorgung mit diesem „Sonnenvitamin“ für uns hat. Wussten Sie zum Beispiel, dass sich, vor allem gegen Ende des Winters, fast 60% der Deutschen labordiagnostisch im Vitamin-D-Mangelzustand befinden? Die Zahlen dazu finden sich ganz nüchtern und unaufgeregt auf den offiziellen Seiten des staatlichen Robert-Koch-Instituts. Und dabei ist es so einfach, etwas dagegen zu tun.

Autor: Dr. Hubertus Glaser