Welche Symptome hat man bei Mangel an Vitamin B1 (Thiamin)?

Thiamin ist vor allem für die Energiegewinnung des Körpers wichtig – also für den Kohlenhydratstoffwechsel. Ein Vitamin-B1-Mangel äußert sich daher häufig durch Müdigkeit oder körperliche und geistige Leistungsschwäche. Da Thiamin auch eine wichtige Wirkung auf unser Nervensystem besitzt, kann ein Mangel an Vitamin B1 zu Gedächtnisverlust und Nervenschädigungen führen. Im schlimmsten Fall kann ein ausgeprägter und anhaltender Vitamin-B1-Mangel sogar lebensbedrohliche Zustände (Beri-Beri-Krankheit) auslösen.

Ein Vitamin-B1-Mangel kann folgende Symptome hervorrufen:

  • Atemnot

  • erhöhter Puls

  • Herzschwäche

  • Wasseransammlungen (Ödeme)

  • Nervenschmerzen

  • Muskelschwäche / Muskelschwund

  • psychische Veränderungen, wie Konzentrationsmangel, Reizbarkeit und Depression

  • Beri-Beri-Krankheit

Bei gesunder Ernährung B1-Mangel sehr selten

Normalerweise lässt sich der Bedarf an Vitamin B1 durch eine „normale“ und gesunde Ernährungsweise decken. Ein Vitamin-B1-Mangel kommt in Deutschland daher relativ selten vor. Wer jedoch zum Beispiel unter der Stoffwechselerkrankung Zöliakie (Gluten-Unverträglichkeit) leidet oder auch an Morbus Crohn, trägt ein erhöhtes Risiko für einen Mangel an Vitamin B1. Das gilt auch für Menschen, die alkoholabhängig sind. Außerdem kann auch eine sehr einseitige Ernährungsweise (oder Mangelernährung) dazu führen, dass der Körper zu wenig Vitamin B1 erhält.

Der Verzehr bestimmter Getränke und Lebensmittel wie Kaffee, schwarzer Tee oder roher Fisch kann die Aufnahme von Vitamin B1 hemmen. Allerdings müsste man diese Lebensmittel schon in sehr großen Mengen zu sich nehmen, damit dies der Fall ist.

Autorin: Nina Peterz

 

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