Wie hoch sind die Überlebenschancen bei Gebärmutterhalskrebs?

Die Überlebenschancen bei Gebärmutterhalskrebs sind viel höher als oft angenommen wird. Selbst wenn bei Ihnen ein invasives Zervixkarzinom festgestellt wurde, die gefährlichste, da voll entwickelte Form: Ihre Überlebenswahrscheinlichkeit für die nächsten 5 Jahre beträgt im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung immer noch 69%. Das klingt vielleicht etwas abstrakt, ist aber deutlich besser als bei anderen bösartigen Erkrankungen.

Generell gilt: Je früher das Stadium, desto besser ist die Prognose. Im Stadium 1 überleben fast alle Frauen den Tumor. Bis zum Stadium 4, in dem er sich dann schon weit ausgebreitet hat, nimmt die Überlebenswahrscheinlichkeit deutlich ab. Deshalb sind konsequente Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung und ein vorbeugender Schutz durch die HPV-Impfung in jungen Jahren so wichtig und erfolgreich. Allerdings nicht zu 100%, ein vollständiger Schutz gegen den Krebs ist auch bei optimaler Vorsorge nicht garantiert.

Rückläufige Sterblichkeitsrate seit Jahrzehnten

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Lassen Sie sich aber weder von der Diagnose noch von der Prognose oder statistischen Zahlen den Schneid abkaufen: Es ist Ihr Leben, Ihr Krebs und Ihr Wille, diesen zu besiegen! Die Behandlungsmethoden, die Sie dabei unterstützen, haben erfreuliche Fortschritte gemacht. Auch deshalb ist die Sterblichkeitsrate beim Gebärmutterhalskrebs seit Jahrzehnten rückläufig.

Während jährlich etwa um die 5.000 Frauen an diesem Tumor neu erkranken, beträgt die Zahl der Todesfälle pro Jahr rund 1.500. Vor drei Jahrzehnten waren es noch mehr als doppelt so viele. In anderen Zahlen ausgedrückt: Von 100.000 Frauen, die in Deutschland leben, fallen jährlich etwa 230 Frauen irgendeiner Krebserkrankung zum Opfer, davon 40 dem Brustkrebs. 30 dem Darmkrebs und 3 dem Gebärmutterhalskrebs.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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