Bin ich nach einer Konisation vor Krebs geschützt?

Bezogen auf den Gebärmutterhalskrebs, um den es hier geht: vorerst ja, aber nicht lebenslang. Denn mit der Konisation wird zwar das auffällig veränderte Gewebe entfernt, und das in 85-90% der Fälle auch vollständig.

Die Virus-Infektion (HPV-Infektion), die als Hauptauslöser für die Krebsentwicklung gilt, kann damit aber nicht bekämpft werden. Deshalb mahnen Frauenärzte, die Beobachtung nach der Behandlung fortzusetzen. Zunächst etwas engmaschiger, nach drei unauffälligen Befunden dann wieder im Rahmen der ganz normalen Vorsorgeuntersuchung.

Weitere Schutzmaßnahmen zu erwägen

Außerdem wird empfohlen, ein halbes Jahr nach der Konisation eine sogenannte HPV-Typisierung durchführen zu lassen. Das ist eine genauere Typen-Bestimmung der verantwortlichen Viren in der Gebärmutterschleimhaut, der Humanen Papillom-Viren. Damit kann das weitere Risiko besser abgeschätzt werden.

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Auch eine HPV-Impfung kann als zusätzliche Schutzmaßnahme sinnvoll sein. Denn neben der Möglichkeit, dass HP-Viren in Ihrem Körper überlebt haben, kann es während des Geschlechtsverkehrs weiterhin zu neuen Infektionen mit anderen HPV-Typen kommen. Ihr Frauenarzt bzw. Ihre Frauenärztin wird mit Ihnen darüber sprechen. Von selbst, oder wenn Sie ihn bzw. sie dazu animieren.

Sich in falscher Sicherheit zu wiegen wäre ebenso ein Fehler wie in falschen Ängsten. In den allermeisten Fällen ist die Sache nach einer erfolgreichen Konisation behandlungsmäßig ausgestanden.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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