Wie wird ein Fersensporn behandelt?

Ein Fersensporn wird nicht alleine behandelt, denn immer ist der gesamte Fuß durch schwache Muskeln betroffen, die gekräftigt werden müssen.

Die Behandlungen beim Fersensporn sind konservativ und selten operativ. Am wichtigsten ist eine Entlastung um erneute Reize zu meiden.

Zum Abpolstern eignen sich spezielle Fersenkissen, die mit einer kleinen Aussparung in der Mitte versehen sind. Das Fersenkissen muss genau angepasst sein, damit der Fersensporn direkt über der Aussparung liegt und so der Druck genommen wird.

Ein Polster alleine recht für eine Behandlung nicht aus. Das ist nur zur momentanen Entlastung.

Behandlungsmöglichkeiten:

  • Entzündungshemmende Medikamente
  • Salben
  • Einlagen um den Fuß stützen und abpolstern
  • Besondere Einlagen die eine Aussparung haben in dem der Fersensporn eingebettet liegt.
  • Kortisonspritzen
  • Röntgenbestrahlung
  • Stoßwellentherapie
  • Physiotherapie
  • Fußfehlstellungen sollten behoben werden, um die Fußstatik auszugleichen.
  • Bei Schmerzen oder Rötung helfen Eispackung. Mehrmals täglich für maximal fünf Minuten sind ausreichend. Umwickeln Sie das Eis mit einem dünnen Tuch und niemals direkt auf die Haut legen.

Um den Reiz zu reduzieren, legen Sie Ihre Füße bei jeder Gelegenheit hoch. Auf lange Sicht sollten Sie darauf achten, dass der Fuß nicht so stark belastet wird. Bauen Sie Übergewicht ab und achten Sie auf geeignete Schuhe. Kräftigen Sie Ihre Fußmuskeln, indem Sie so oft es möglich ist, barfuß laufen. Das ist auch mit rutschfesten Strümpfen in der Wohnung mit möglich.

Wichtig sind auch Dehnung der Wade und Fußmuskeln.

In der Physiotherapie werden Ihnen einfache Übungen für zu Hause gezeigt, die Sie nach Abklingen der Schmerzen selber durchführen sollten.

Hilfreiche Übungen für zu Hause

  • Rollen Sie ihre Füße nacheinander auf einem kleinen Igelball
  • Gehen Sie auf Zehenspitzen auf der Stelle oder durch die Wohnung

Wichtig sind Dehnungsübung der Achillessehne. Dazu stellen Sie mit den Fußspitzen auf eine Treppenstufe und senken die Ferse ab. Dabei wird auch gleichzeitig die Wadenmuskulatur gedehnt, was sehr wichtig ist.

Bei der Übung bitte festhalten und nicht über die Schmerzgrenze dehnen. Fangen Sie langsam an, die Steigerung kommt von ganz alleine.

Greifen Sie unter Ihren Fuß und dehnen Sie mit beiden Händen das Fußgewölbe nach innen und außen.

Eine Operation kommt nur in ganz schweren Fällen vor.

Autorin: Marianne Valki-Wollrabe, Physiotherapeutin

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