Behandlung

Neben den organischen Ursachen liegt die wichtigste Ursache für erektile Dysfunktionen im psychischen Bereich und dem Rollenverständnis des Mannes, der sich Erwartungen gegenübersieht, die er nicht erfüllen kann oder möchte.

Da diese Vorgänge zum Teil unbewusst ablaufen, kann eine Sexualtherapie mit Paarbezug hilfreich sein. In seltenen Fällen kommen auch sogenannte Surrogatpartner zum Einsatz, die die Rolle des Wunschpartners übernehmen und eine erwartungsfreie Begegnung mit der eigenen Sexualität ermöglichen.

Masters und Johnson stellten in den 1970ern fest, dass die Behandlung von Homosexuellen am einfachsten ist, da sie nicht unter dem „Druck“ stehen, einen Koitus wie Heterosexuelle ausführen zu müssen.

In vielen Fällen können potenzsteigernde Medikamente die Beschwerden lindern. Von der Selbstmedikation, insbesondere mit im Internet bestellten Arzneistoffen, ist dringend abzuraten, da vor der Einnahme bestimmte Kontraindikationen ausgeschlossen werden müssen.

Manchmal lässt sich eine ED operativ beheben, etwa bei bestimmten Gefäßverletzungen. Radikalmaßnahmen hingegen, wie die Penisprothese, kommen nur noch sehr selten zum Einsatz. Ergänzend hierzu bzw. anstelle der medikamentösen Therapie kann eine sogenannte Penispumpe eingesetzt werden.

Derzeit erhältliche Medikamente

Derzeit zugelassen und in wissenschaftlichen Studien untersucht sind die rezeptpflichtigen PDE-5-Hemmer Sildenafil, Vardenafil und Tadalafil. PDE5-Hemmstoffe wirken nicht bei kompletter Schädigung der für die Erektion zuständigen Nerven. Apomorphin und Yohimbin werden kaum noch verordnet.

Eine wichtige Alternative sind lokal angewandte Prostaglandine, die überwiegend wirksam sind, aber injiziert oder in die Harnröhre eingebracht werden müssen.

Vor allem die Injektion ist als SKAT-Methode (Schwell-Körper-Autoinjektions-Therapie) verbreitet, führt aber auf lange Sicht zur weiteren Verschlechterung der Situation und zu irreversiblen Schädigungen des Schwellkörpergewebes.

 


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