Kann Radfahren der Potenz schaden?

Ja. Aber nur, wenn man einem "Experten" aus den USA Glauben schenkt: Irwin Goldstein. Der Urologe aus Boston wird seit Jahren nicht müde, auf die Gefahren durch das Fahrradfahren hinzuweisen. Das Problem ist: Viele deutsche Medien übernehmen solche Horror-Meldungen nur allzu gern.

Und das kann einem ja wirklich Angst machen. Denn Goldstein ist nicht nur sicher, dass Radfahren impotent macht. Nein, es ist viel schlimmer. Wegen der Abklemmung der Gefäße und Neven werden die männlichen Fahrradfahrer auch unfruchtbar. Was Reibung und Druck noch an Restfunktion übrig lassen, wird dann von der Hitze dahingerafft. Denn, so Goldstein, beim Radfahren wird es richtig heiß in der Beckengegend.

Entwarnung aus Köln

Wir könnten uns jetzt wundern, warum es überhaupt noch Kinder gibt. Sind all die Väter nie Fahrrad gefahren? Aber wir machen es uns leichter und hören auf den Sportmediziner Ingo Froböse von der Sporthochschule Köln. Der sagt, dass es beim Fahrradfahren zwar tatsächlich zu vorübergehenden Durchblutungsstörungen kommen kann. Vor allem dann, wenn der Sattel nicht so ganz passt. Aber schon fünf Minuten nach dem Absteigen ist alles wieder im Lot. Trotzdem empfiehlt Froböse, sich bei der Auswahl des Fahrradsattels Zeit und Muße zu nehmen.

Fazit: Guten Sattel kaufen und nicht jeden Unsinn glauben!

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