Was passiert, wenn man Mittel wie Viagra einnimmt, obwohl man gar keine Potenzprobleme hat?

Wahrscheinlich nicht viel. Vielleicht klappt es wirklich mit der Erektion ein bisschen besser als sonst, vielleicht bekommen Sie aber auch einfach nur Kopfschmerzen. Wegen der Gefahr noch bedenklicherer Nebenwirkungen kann man in jedem Fall nur davon abraten.

Mittel wie Viagra® (Sildenafil), Cialis® oder Levitra® sind entwickelt worden, um Männern zu helfen, die aus medizinischen Gründen Probleme mit ihrer Erektion haben. Zum Beispiel aufgrund von Durchblutungsstörungen. Bestehen solche Probleme nicht, macht es auch keinen Sinn, diese Medikamente einzunehmen.

Nicht nur das Becken bekommt mehr Druck

Der Haupteffekt dieser Medikamente besteht darin, die Durchblutung der Beckenregion und des Penis zu steigern. Genauer gesagt werden die Blutgefäße erweitert. Da das nicht nur im Becken passiert, kann es zu den Kopfschmerzen, aber auch zu Sehstörungen, Herzjagen oder Blutdruckveränderungen (auch Blutdruckabfall) bis hin zur Ohnmacht kommen. Nicht ohne Grund weisen die Hersteller deshalb offiziell darauf hin, dass ihre Produkte nur angewendet werden dürfen, wenn tatsächlich körperlich bedingte Potenzstörungen bestehen. Auch Ärzten ist es verboten, diese Mittel "einfach so" zu verschreiben.

Wer diese Einschränkungen versucht zu umgehen und trotz voller Gesundheit damit seine Potenz steigern möchte, macht unserer Ansicht nach einen Fehler. Auch wenn es kurzfristig poppt.

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