Gibt es wirklich eine Diät gegen Potenzprobleme?

Eine spezielle Diät gibt es nicht, aber mit der Ernährung kann man trotzdem etwas gegen seine Erektionsstörungen tun. Zumindest dann, wenn diese auf eine chronische Durchblutungsstörung zurückzuführen sind. Und das ist bei Männern über 50 Jahre häufig der Fall. Potenzprobleme gelten hier sogar als möglicher Vorbote von koronarer Herzkrankheit und Herzinfarkt, weil sie oft Folge einer Arteriosklerose und Verengung der Blutgefäße sind.

Man kann zwar mit Medikamenten die Gefäße erweitern und die Durchblutung erhöhen (die meisten Potenzmittel beruhen auf diesem Prinzip). Man kann aber auch generell etwas gegen seine verengten Gefäße tun – und sollte das auch, nicht zuletzt wegen ganz anderer Gefahren wie Herzinfarkt, Schlaganfall & Co. Und die erwähnten Potenzmittel wirken auch nur sehr kurzfristig, beheben aber nicht das grundsätzliche Problem.

Und so sieht eine durchblutungsfördernde Ernährung aus:

  • viel Obst und Gemüse
  • viel Vollkorn
  • mindestens einmal die Woche Fisch
  • lieber mageres Fleisch (Geflügel) statt fettreichem "rotem " Fleisch (Schwein, Rind)
  • beim Kochen viel pflanzliche Öle (Olivenöl, Rapsöl & Co), weniger Butter und Sahne

Sogar Studien belegen einen Zusammenhang

Wenn die Erektionsstörungen auf psychische Ursachen oder völlig andere Gründe (z.B. Medikamente) zurückgehen, wird man mit oben genannter Kost natürlich wenig erreichen. Aber dann bleibt immer noch der vorbeugende Effekt.

Und dass eine solche Ernährung tatsächlich gegen Erektionsstörungen hilft bzw. deren Auftreten reduziert, ist sogar in einer größeren Studie wissenschaftlich nachgewiesen worden (Esposito 2010). Und auch Übergewicht wurde mittlerweile als Risikofaktor für Potenzprobleme wissenschaftlich bestätigt. Ab einem Taillenumfang über 100 cm steigt das Risiko um 50% (Janiszewski 2009). Und eine zu umfangreiche Taille hat ja auch etwas mit der Ernährung zu tun.

Man darf aber nicht erwarten, sich die Potenzprobleme in wenigen Tagen wegzuessen. Das ist eher eine langfristige Strategie. Aber sie lässt einen zudem potentiell länger leben. Und vor sexuellem Kontakt kann man ja trotzdem bis auf weiteres auf seine kleinen Helfer zurückgreifen.

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