Welche Nebenwirkungen können unter Levetiracetam (Keppra®) auftreten?

Wie bei jedem anderen Mittel gegen Epilepsie können auch unter der Behandlung mit Levetiracetam (Keppra®) Nebenwirkungen auftreten. Relativ betrachtet ist die Verträglichkeit aber sehr gut. Alles, was Sie im folgenden lesen, kann auftreten, muss aber nicht.

Sehr häufige Nebenwirkungen sind (bei mehr als 10% der Behandelten):

  • starke Müdigkeit
  • Schwindel und Benommenheit

Häufige Nebenwirkungen sind (bei 1-10% der Behandelten):

  • Kopfschmerzen
  • Verdauungsprobleme (Magendruck, Übelkeit, Erbrechen)
  • Schlafstörungen
  • Nervosität, Unruhe
  • Zittern
  • Sehen von Doppelbildern
  • depressive Verstimmung
  • aggressive Stimmung
  • Gewichtsverlust, aber auch Gewichtszunahme
  • Bewegungsstörungen
  • Hautekzeme, Juckreiz
  • Blutbild: Abfall der Blutplättchen (Thrombozyten)

Beim plötzlichen Absetzen des Medikaments besteht eine erhöhte Gefahr für epileptische Anfälle. Deshalb sollte die Dosierung ggf. langsam ("ausschleichend") heruntergefahren werden.

Während der Schwangerschaft sollte das Medikament möglichst nicht (nur wenn der Arzt das ausdrücklich empfiehlt) und während der Stillzeit gar nicht eingenommen werden.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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Kommentare (1)
Keppra
1 Mittwoch, den 16. September 2015 um 13:40 Uhr
Isabell von Heymann
Ich habe sehr bald mit Magendruck auf Keppra reagiert - neben allen möglichen anderen Nebenwirkungen (Müdigkeit, Aggressivität, Depressivität). Ich nehme es nun zweieinhalb Jahre.

Eine verschleppte und höchst schmerzhafte Gastritis veranlasst mich nun dazu, das Mittel definitiv auszuschleichen und zu ersetzen.
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