Welche Nebenwirkungen können unter Lacosamid (Vimpat®) auftreten?

Das Antiepileptikum Lacosamid (Vimpat®) kann wie alle anderen Mittel gegen Epilepsie auch unerwünschte Wirkungen haben. Ob diese auftreten oder nicht, ist praktisch unvorhersehbar, man kann sich hier also nur an die statistischen Wahrscheinlichkeiten halten.

Sehr häufige Nebenwirkungen von Lacosamid (treten in mehr als 1 von 10 Fällen auf) sind:

  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Doppelbilder (wie manchmal auch unter Alkoholeinfluss)

Darüber hinaus gibt es noch häufige Nebenwirkungen, was per definitionem heißt, dass zwischen 1-10 pro 100 Behandelte diese Nebenwirkung bekommen. Dazu zählen:

  • Schlafprobleme, Schläfrigkeit am Tag
  • Verstopfung, Blähungen, Übelkeit mit Erbrechen
  • Gleichgewichtsstörungen, Gehstörungen mit Sturzgefahr
  • Denkvermögen eingeschränkt, verminderte Aufmerksamkeit, Gedächtnisstörungen
  • depressive Verstimmung, Reizbarkeit
  • Sinnesstörungen (Ohrgeräusche, Sehstörungen, Berührungsempfinden beeinträchtigt)
  • Zittern, Augenzucken
  • Muskelkrämpfe
  • Hautflecken, Hautwunden, Juckreiz

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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Kommentare (5)
Symptome
5 Sonntag, den 17. März 2019 um 16:43 Uhr
Matthias
Ich bekomme das Präparat seit 5 Tagen. Fast alle Nebenwirkungen, die hier aufgeführt sind, habe ich leider. Werde morgen mit meiner Ärztin über ein anderes Medikament reden.
Nebenwirkungen
4 Dienstag, den 14. Februar 2017 um 20:04 Uhr
B.Arndt
Mein Kind (8 Jahre) bekommt seit 6 Tagen Lacosamid 50mg zu Lamotrigin. Der gesamte Oberkörper ist rot geschwollen/pickelig und unebene Haut. Schaut aus wie ein schlimmer Sonnenbrand .... Dazu auch noch Bauchschmerzen.
In der Schule 1. Klasse, ging heute in Mathematik garnichts mehr, obwohl sie sehr! gut ist in Mathe bisher.
Ich bekomme es richtig doll mit der Angst zu tun, dass mein Kind so sehr leiden muss. Wir sollen es zunächst für eine Woche absetzen und dann neu mit dem Arzt besprechen wie es dann weiter geht.
Ich hoffe so sehr, dann ohne Lacosamid weiter zu machen, so kann es ja einem Kind nicht weiter zugemutet werden ....
MFG.B.Arndt
Eine Frage
3 Freitag, den 16. September 2016 um 20:23 Uhr
Begoña
Ich nehme seit 1 Monat Vimpat, es hat sich mit den Anfällen gebessert, nur mir juckt die Haut, aber weniger mit Vimpat 50. Habe auch eine Frage, ob die Zahnschmerzen damit zu tun haben.
LG Fernandez
Konkreter Rat leider nicht möglich
2 Montag, den 29. September 2014 um 09:36 Uhr
Redaktion Navigator-Medizin Epilepsie
Sehr geehrte Leserin,

leider dürfen wir solche individuellen Fragen nicht beantworten, ohne Sie persönlich zu kennen.

Viele Grüße
Ihre Redaktion
Hautflecken als Nebenwirkung von Vimpat
1 Montag, den 29. September 2014 um 09:35 Uhr
WaNa
Sehr geehrter Herr Dr. med. Zorn,

endlich konnte ich in Ihren Ausführungen über Nebenwirkungen bei Vimpat die Bezeichnung “Hautflecken” anstelle von “Hautausschlag” in der Gebrauchsanweisung lesen. Hautausschlag ist total irreführend. Leider bin ich von diesen entsetzlichen braunen Hautflecken betroffen.
Ich nehme seit September 2013 Vimpat und bekam nach und nach immer mehr Hautflecken an den Armen und besonders schrecklich im Gesicht, so dass ich ohne Camouflage nicht aus dem Haus gehen kann und der Anblick am Morgen im Spiegel ist erschütternd und besonders gut für die Psyche. Würden Ihrer Meinung nach diese Flecken beim Wechsel zu einem anderen Medikament wieder verschwinden? Der Neurologe meint: Akzeptieren oder riskieren!! Dosierung 200-0-150.
Bitte entschuldigen Sie meine Kühnheit, mich an Sie zu wenden.
Für eine Antwort wäre ich natürlich sehr dankbar.

Mir freundlichen Grüßen
Waltraud Natter
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