Milchzähne: Bissfest!

MilchzähneAuch wenn sie nach ein paar Jahren ausfallen, sind Milchzähne enorm wichtig. Sie dienen nicht nur als Platzhalter für das bleibende Gebiss, sie sind auch wichtig für die Sprachentwicklung und Mimik, zum Abbeißen und Kauen. Deshalb brauchen sie vom ersten Zahn an sorgfältige Pflege. Die Bundeszahnärztekammer gibt Tipps:



  • Vor dem ersten Zahn:
    Massieren Sie ganz vorsichtig mit der Fingerkuppe den noch  zahnlosen Ober- und Unterkiefer So gewöhnt sich Ihr Kind an die Manipulation im Mundraum. Schon sichtbare Zahnspitzen säubern Sie am besten nach dem Trinken mit einem  angefeuchteten Wattestäbchen.
  • Ab dem Durchbruch des ersten Zahns:
    Reinigen Sie die Zähnchen einmal am Tag mit einer sehr weichen, angefeuchteten Babyzahnbürste und einem Hauch fluoridierter Kinderzahncreme. Denn auch Muttermilch enthält Milchzucker, der Karies verursachen kann.
  • Ab dem zweiten Geburtstag werden die Milchzähne täglich zweimal – morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen – gründlich jeweils mit einer erbsengroßen Menge fluoridierter Kinderzahncreme geputzt.
  • Mit eineinhalb bis zwei Jahren sind die ersten motorischen Fähigkeiten ausgebildet. Das Kleinkind kann dann spielerisch die selbstständige Zahnpflege erlernen.
  • Die richtige Kinderzahncreme sollte einen ausreichend hohen Fluoridgehalt haben. Fluorid ist notwendig für die Mineralisation  der Zähne und des Zahnschmelzes und schützt die Zähne nachweislich vor Karies.
  • Die geeignete Kinderzahnbürste hat einen kleinen, dem Kindermund angepassten Bürstenkopf, weiche, abgerundete Borsten, die das Zahnfleisch nicht verletzen und einen rutschfesten Griff, den Kinderhände leicht und sicher greifen können. Wechseln Sie die Zahnbürste alle zwei bis drei Monate.
  • Motivation: Zähneputzen soll Spaß machen. Verbinden Sie es mit einem lustigen Zahnputzlied. Ein Timer mit farbigen Lämpchen gibt die Zahnputzzeit vor, lässt sie kürzer erscheinen und verlängert die Aufmerksamkeit des Kindes.

Dauernuckelflasche macht die Zähne kaputt

Etwa 10 bis 15 Prozent aller Dreijährigen leiden bereits unter einer schmerzhaften Nuckelflaschen-Karies. Die Bundeszahnärztekammer warnt deshalb davor, Kleinkindern die Flasche zum Dauernuckeln zu überlassen. Dauernuckeln vermindert die natürliche Schutzfunktion des Speichels. Enthält die Flasche gesüßten Tee oder Obstsaft, werden die Zähne stundenlang förmlich in Zucker gebadet und dabei langsam von Karies zerstört. Außerdem schädigt die Fruchtsäure in (auch verdünnten) Fruchtsäften den Zahnschmelz.

Quelle: Bundeszahnärztekammer
Patienten Journal Reise & Gesundheit 1/2016

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