Virusgrippe: Impfung schützt

Virusgrippe, ImpfungIm Gegensatz zur normalen Erkältung ist die Virusgrippe, in der Fachsprache Influenza genannt, eine schwerwiegende Erkrankung. Laut Schätzung der Arbeitsgruppe Influenza des Robert Koch-Instituts in Berlin kam es während der letzten Herbst-/Wintersaison 2014/2015 zu etwa 31.000 Krankenhaus-Einweisungen aufgrund einer Virusgrippe. Betroffen waren vor allem Kleinkinder und Menschen im Alter über 60 Jahre. Die Zahlen zeigen, dass die Virusgrippe weder selten noch harmlos ist.

Laut Statistik waren im letzten Jahr etwa 30 Prozent der Menschen in Deutschland gegen Influenza geimpft. bei den über 60-Jährigen war jeder Zweite geschützt. Bei den Risikogruppen – beispielsweise Schwangere – bemängelt das Robert Koch-Institut jedoch zu niedrige Impfquoten.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Grippe allen, die ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe haben. Zu diesen Risikogruppen zählen:

  • Menschen im Alter über 60 Jahre
  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einem Grundleiden (wie beispielsweise chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislaufkrankheiten, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten, chronische neurologische Krankheiten wie Multiple Sklerose)
  • Bewohner von Alten- und Pflegeheimen
  • Schwangere, da die Erkrankung in dieser Periode schwerwiegender verlaufen kann
  • Menschen mit angeborenen oder erworbenen Immundefekten oder HIV-Infektion
  • Außerdem sollten sich laut STIKO alle schützen, die durch Kontakt zu vielen Menschen ein erhöhtes Ansteckungsrisiko haben oder die gefährdete Personen in ihrem nahen Umfeld anstecken könnten. Dazu gehören medizinisches Personal, Personal in Pflegeeinrichtungen und Personal in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr (zum Beispiel Busfahrer, Lehrer).

Quelle: Robert Koch-Institut
Patienten Journal Reise & Gesundheit Oktober 2015


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