Glossar Schwangerschaft

Gelbkörperhormon

Das Gelbkörperhormon (Progesteron) ist ein weibliches Geschlechtshormon, das im Gelbkörper des Eierstocks gebildet wird. Progesteron fungiert teilweise als eine Art Gegenspieler des Östrogens, des anderen weiblichen Geschlechtshormons.

Das Hormon wird in der zweiten Zyklushälfte gebildet, außerdem vermehrt in der Schwangerschaft. Vor den Wechseljahren nimmt die Menge des Gelbkörperhormons ab.

Gonozyten

Gonozyten sind, etwas vereinacht gesprochen, die Vorstufen der Spermien. Es handelt sich bei den Gonozyten um urspüngliche Keimzellen, die im Embryonalstadium in die Hodenanlagen einwandern. Dort bilden sie eine Art fetaler Stammzellpool. Aus den Gonozyten werden über Zwischenstufen (Spermatogonien) im Verlauf der Pubertät befruchtungsfähige Spermien.

Karyogramm & Karyotyp

Der Karyotyp ist der individuelle Chromosomensatz eines Organismus. Das Karyogramm dient der geordneten Darstellung dieser Chromosomenausstattung, also des Karyotyps. In der Humangenetik wird es zur Diagnostik von erbbedingten Krankheiten bzw. Entwicklungsstörungen (z.B. Turner-Syndrom, Down-Syndrom oder Klinefelter-Syndrom, Intersexualität, ausgeprägte Hypospadien) eingesetzt.

Koitus

Der Koitus ist in gewisser Weise der erste Schritt zum Kinderkriegen: die geschlechtliche Vereinigung von Mann und Frau.

Synonyme: Kohabitation, Coitus, Beischlaf, Geschlechtsverkehr (und viele viele andere...)

Molenschwangerschaft

Als Molenschwangerschaft wird eine Schwangerschaft mit einem Abortivei bezeichnet.

Myom

Ein Myom ist ein gutartiger Muskeltumor, der in der Gebärmuttermuskulatur entsteht. Jede vierte bis sechste Frau im gebärfähigen Alter hat ein oder mehrere Myome, ohne diese unbedingt zu bemerken. Häufigste durch Myome verursachte Beschwerden sind Periodenschmerzen und Blutungsveränderungen im Sinne einer verstärkten verlängerten Monatsblutung.

Liegen keine Beschwerden vor, ist auch eine Behandlung nicht notwendig. Ansonsten kommen therapeutisch Medikamente, chirurgische Maßnahmen, Verödung oder eine Ultraschallbehandlung in Betracht.

Östrogen

Östrogen ist ein weibliches Geschlechtshormon. Es gibt mehrere Sub-Typen mit chemisch ähnlicher Struktur. Sie werden in den Eierstöcken zyklusabhängig hergestellt.

Östrogene bewirken den periodischen Aufbau der Gebärmutterschleimhaut (damit sich das befruchtete Ei einnisten kann). Daneben sind Östrogene für die Ausbildung der sekundären Geschlechtsmerkmale der Frau wie z.B. der Brust verantwortlich. Auch haben sie Bedeutung für den Stoffwechsel. Es gibt natürliche und künstliche Östrogene.

Ovar

Ovar ist der anatomische Fachbegriff für den Eierstock. Das Ovar zählt zu den inneren weiblichen Geschlechtsorganen und ist paarig angelegt.

In den beiden Eierstöcken (Ovarien) reifen die Eizellen in sogenannten Eibläschen (Follikeln) heran und werden beim Eisprung im Rahmen des monatlichen Zyklus freigesetzt (Ovulation). Außerdem sind die Ovarien für die Bildung und Freisetzung von weiblichen Geschlechtshormonen verantwortlich.

Ovulation

Ovulation ist der medizinische Fachbegriff für den Eisprung. Die, reife, unbefruchtete Eizelle "springt" aus dem Eierstock ungefähr in der Mitte des weiblichen Zyklus'. Man spricht auch von Follikelsprung.

Ovulationshemmer

Ovulationshemmer sind hormonelle Verhütungsmittel, besser bekannt als die "Pille". Sie enthalten die weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Gestagen und verhindern den Eisprung.

Der Wirkmechanismus: Über eine negative Rückkopplung zur Hirnanhangsdrüse ("oh, es sind ja schon Hormone da"), regt diese die Eireifung nicht weiter an und der Eisprung bleibt aus.

Progesteron

Progesteron (Gelbkörperhormon) ist ein weibliches Geschlechtshormon, das im Gelbkörper des Eierstocks gebildet wird. Progesteron fungiert teilweise als eine Art Gegenspieler des Östrogens, des anderen weiblichen Geschlechtshormons. Das Hormon wird in der zweiten Zyklushälfte gebildet, außerdem vermehrt in der Schwangerschaft. Vor den Wechseljahren nimmt die Menge des Gelbkörperhormons ab.

teratogen

teratogen bedeutet: Fehlbildungen bei einem Organismus hervorrufend, fruchtschädigend

Substantiv: Teratogen (Plural: Teratogene) bzw. Teratogenität

Zusammengestellt von Dr. Hubertus Glaser & Dr. med. Jörg Zorn