Äußert sich ein Wachstumsschub immer durch schlechte Laune?

Nein, aber sehr häufig. Vor allem bei Babys und Kleinkindern werden die Wachstumsschübe häufig begleitet von quengeliger Stimmung. Das Kind ist dann zum Beispiel grundlos missgestimmt, weinerlicher oder auch auf Krawall gebürstet.

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Auf der anderen Seite werden die Kinder in diesen Phasen auch häufig anhänglicher und schmusiger. Sie hängen dann im wahrsten Sinne des Wortes am Rockzipfel der Eltern und fremdeln stärker gegenüber anderen Personen. Insgesamt ist die Stimmung labiler und wechselvoller (erst fast übertrieben gute Laune, dann plötzlich ein Wutanfall).

Nicht immer ist es das Wachstum

Dass die Kinder während eines Wachstumsschubes mehr essen, ist übrigens nicht gesagt. Das kann sein, es kann aber genauso gut andersherum sein, dass sie also eher weniger essen. Beim Schlafen ist der Trend eindeutiger: Die Kinder schlafen meist unruhiger.

Aber eines ist auch wichtig: Wenn Ihr Kind plötzlich schlecht isst und zudem noch nörgelig ist oder viel schreit, dann kann das zwar ein Wachstumsschub sein. Es kann aber auch eine Infektion oder andere Erkrankung sein, Sie sollten also nicht zu früh in den Modus "Ach, der wächst halt gerade" schalten.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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