Ist es problematisch, wenn die Beine oder Füße beim Kind nach innen gedreht sind?

Einwärts gedrehte Füße, Knie und Beine, verbunden mit leichtem Hohlkreuz sind in aller Regel überhaupt kein Problem und bedürfen auch keiner Behandlung. Zumindest nicht, sofern keine sonstigen Beschwerden bestehen. Für diese auffällige Fuß- bzw. Beinstellung im Kindesalter ist die leicht nach vorne gekippte Beckenstellung verantwortlich. Dafür typisch ist auch der sogenannte Zwischenfersensitz (Kind setzt den Popo beim Sitzen zwischen die Beine bzw. Fersen).

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Wichtiges Indiz: Irgendwann kommt der Schneidersitz

Durch die eingedrehten Beine liegt der Hüftkopf stabil in der Hüftpfanne. Wenn Ihr Kind irgendwann nicht mehr zwischen den Fersen sitzt, sondern den Schneidersitz beherrscht, weist dies auf eine veränderte Becken- und Beinstellung hin. Häufig geschieht dies im Alter zwischen 6 und 8 Jahren oder auch erst in der Frühpubertät mit 12-14 Jahren.

Untersuchungen haben gezeigt, dass es selbst dann keine Probleme gibt, wenn die Beine noch im Erwachsenenalter nach innen gedreht sind. Das ist sogar häufig bei Sportlern der Fall.

Sind O-Beine beim Kleinkind normal?

Solche einwärts gedrehten Beine können mitunter auch wie O-Beine erscheinen. Aber hier handelt es sich um zwei verschiedene Phänomene. Zwar sind O-Beine beim Kleinkind bis ins Alter von etwa 2 ¼ Jahren normal, erst recht, falls noch jemand in Ihrer Familie o-beinig sein sollte. Wenn Sie dennoch auf Nummer sicher gehen wollen, empfiehlt es sich, beim etwa ein Jahr alten Kind durch eine Blutuntersuchung ausschließen zu lassen, dass es sich dabei um das Anzeichen einer Rachitis handelt.

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