Welche Arten von Strahlenschäden gibt es?

Radioaktive Strahlen gelangen vor allem über die Luft in unsere Atemwege und breiten sich dann im Körper aus. Die schädliche Belastung für den Körper entsteht nicht nur durch die radioaktiven Substanzen selbst, sondern vor allem durch die ionisierende Strahlung, die von ihnen ausgeht und zwei unterschiedliche Effekte erzeugt:

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  • Determinierte (nicht zufallsbedingte) Strahlenschäden: Es existiert eine Schwellendosis, unterhalb der keine Schäden zu beobachten sind. Darüber kommt es in jedem Fall zu direkten gesundheitlichen Folgen, deren Schweregrad abhängig von der Gesamtdosis ansteigt.
  • Stochastische (zufallsbedingte) Strahlenschäden: Es existiert keine Schwellendosis, d.h. auch bei geringer Strahlenbelastung kann es bereits zu Gesundheitsschäden kommen, die sich aber erst nach Jahren zeigen. Umgekehrt führen auch sehr hohe Dosen nicht in jedem Fall zu einer Schädigung.

Schon kleine Strahlendosen können schädlich sein

Bei den beiden Formen besteht also ein unterschiedlicher Zusammenhang zwischen der Strahlendosis und der ausgelösten Wirkung (Dosis-Wirkungs-Beziehung). Die Quintessenz daraus ist, dass es bei jedem Kontakt mit radioaktiver Strahlung zu Folgeschäden kommen kann, aber nicht muss. Unser Körper kann also einen Teil der radioaktiven Strahlenbelastung abwehren und das geschieht in der Regel tagtäglich, da wir der natürlichen Grundstrahlung aus dem Boden und der Atmosphäre ausgesetzt sind.

Dabei kann auch eine geringe Strahlenbelastung Einfluss auf unser Krebsrisiko haben. Dies gilt umso mehr in der etwas stärker strahlenbelasteten Umgebung von Kernkraftwerken oder anderen technischen Anlagen. Bei einer regelrechten Atomkatastrophe mit deutlich erhöhter Strahlendosis und radioaktivem Fallout stoßen unsere körpereigenen Reparaturmechanismen dann nachvollziehbarerweise viel rascher an ihre Grenzen.

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