Wovor schützt die Einnahme von Jodid-Tabletten bei radioaktivem Fallout?

Radioaktives Jod, das nach einem Atomunfall in großen Mengen freigesetzt und anschließend über die Atemwege oder den Verdauungstrakt aufgenommen wird, gelangt wie jede andere Form von Jod in die Schilddrüse. Dort strahlt es weiter und erhöht damit das Risiko, später an Schilddrüsenkrebs zu erkranken.

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Dass dadurch vor allem Kinder, insbesondere bei Jodmangel, gefährdet sind, weiß man seit der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Im stark kontaminierten Weißrussland kommt der normalerweise sehr selten auftretendene Schilddrüsenkrebs bei Kindern mittlerweile 100mal häufiger vor.

Bei älteren Erwachsenen scheint dagegen kein erhöhtes Risiko für diese Art von Strahlenkrebs zu bestehen – wohl aber für eine Entgleisung des Schilddrüsenstoffwechsel durch Gabe hoch dosierter Jodpräparate an Patienten mit länger vorbestehenden Jodmangelkröpfen. Ganz unbedenklich ist die Einnahme von Jodidtabletten also nicht.

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