Welche Kinder brauchen eine Jod-Prophylaxe?

Jodmangel ist in Gegenden mit jodarmem Wasser zu beobachten, vor allem in den Bergen, kaum dagegen in Meeresnähe. Ist der Jodmangel sehr ausgeprägt, kann es in der Folge – bei entsprechender erblicher Veranlagung – zu einer Vergrößerung der Schilddrüse kommen. Der Grund: Die benötigt für ihre Hormonproduktion Jod und muss bei Mangel an diesem Stoff mehr schuften. Manchmal passiert das sogar schon beim Fetus.

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Die Hormonproduktion ist bei einer durch Jodmangel vergrößerten Schilddüse meist noch normal. Ärzte nennen das dann euthyreote Struma, wir Normalsterblichen nennen das Kropf.

Verhindert wird eine solche Mangelsituation durch Beachtung einer ausreichenden Jodzufuhr, etwa durch jodiertes Speisesalz und Mineralwasser. Mit dieser Jodprophylaxe wird auch der gestillte Säugling über die Muttermilch versorgt. Auch die meisten Säuglingsnahrungen sind mit Jodid angereichert. Das kontrollierende Abtasten der Schilddrüse gehört zu den üblichen Maßnahmen bei der ärztlichen Vorsorgeuntersuchung.

Autoren: & dr. med. Jörg Zorn

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