Kindergesundheit: von Spinat bis Fertiggerichten

Bekommt mein Kind genügend Vitamine? Wie viel Süßes darf mein Kind essen? Dazu erfahren Sie mehr in diesem Kapitel.

Welche Vitamine sind in welchen Nahrungsmitteln enthalten?

Wenn man sich (und seine Kinder) gesund und ausgewogen ernährt, kann mit den Vitaminen fast nichts schiefgehen. Vor allem Obst und Gemüse sind voll davon. Aber in unserer Gesellschaft der Fast-Food-Generation macht es dann doch viel Sinn, hin und wieder mal über Vitamine nachzudenken.

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Ist Spinat reich an Eisen und deshalb besonders gesund?

Nein, das ist eine längst überholte Legende, die sich allerdings bis heute hartnäckig hält. Im Schnitt stecken nur etwa 4,1 Milligramm Eisen in 100 Gramm frischem Spinat. Damit enthält beispielsweise Schokolade deutlich mehr Eisen als das grüne Gemüse, nämlich etwa doppelt so viel (was jetzt aber keine Aufforderung zum Schokolade-Essen ist).

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Gibt es gesunde Süßigkeiten?

Schön wär’s. Aber auch, wenn die Hersteller von Süßigkeiten und Kinderlebensmitteln auf diese elterliche Sehnsucht spekulieren und ihre Produkte mit dem Hinweis auf Vitaminzusätze oder die Extraportion Milch bewerben: Es gibt keine „gesunden“ Süßigkeiten. Zumindest nicht in der Weise, dass sie den Speiseplan Ihres Kindes zuungunsten einer ausgewogenen und vielseitigen, natürlich produzierten Ernährung prägen sollten.

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Welche Säfte sind am besten für mein Kind?

Aus Elternperspektive könnte es so schön (bequem) sein: Obstsäfte in Reinstform (100%) enthalten (zumindest teilweise) die wertvollen Vitamine der geschätzten Früchte und sind so praktisch, weil sie den Kindern schmecken und keinen Aufwand beim Bereitstellen erfordern. Leider sind diese "100%-igen Säfte" aber keineswegs geeignete Standardgetränke für Kinder (und Erwachsene).

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Wie viel Zucker steckt in welchen Lebensmitteln?

Die Lebensmittelindustrie lebt zu einem beträchtlichen Ausmaß vom Zucker. Denn der ist in vielen Produkten reichlich enthalten, sei es aus geschmacklichen, lebensmitteltechnischen, ökonomischen oder allen diesen Gründen zusammen. Für die Bevölkerung, und beileibe nicht nur für Eltern, stellt dieser Umstand erhöhte Anforderungen an die Gestaltung eines gesunden Speiseplans.

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Sind Fertigprodukte für die Ernährung von Kindern geeignet?

Die Antwort in Kurzform: Als gelegentliche Ergänzung einer gesunden, ausgewogenen Ernährung sind auch Fertiggerichte okay. Dabei sind Tiefkühlgerichte in aller Regel gesünder als ungekühlte Fertigprodukte.

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Ist ein Milchriegel so gut wie Milch?

Nein. Trotz aller Tricks mit Werbe-Slogans kann ein (Kinder-) Riegel mit angeblich besonders viel Milch nie das Glas Milch und ein Vollkornkeks nie das Vollkornbrot ersetzen. Auch das mit Vitaminzusätzen angereicherte Bonbon ist kein gesundes Nahrungsmittel, sondern bleibt eine Süßigkeit.

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Ist Kindermilch für Kinder besser als normale Milch?

„Gesünder als Kuhmilch“ lautet der Slogan der Hersteller von Kindermilchprodukten. Begründet wird das mit „kind-“ bzw. „altersgerechten“ Unterschieden zur normalen Milch, die auf einem geringeren Eiweißgehalt sowie den künstlich erhöhten bzw. zugesetzten Mengen an Eisen, Vitamin D, Jod und mehrfach ungesättigten Fettsäuren beruhen. Doch nach Ansicht der Verbraucherschützer ist die sogenannte Kindermilch weder gesünder noch erforderlich, wenn die einfachen Grundregeln einer ausgewogenen Ernährung beachtet werden.

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Welche Kinder brauchen eine Jod-Prophylaxe?

Jodmangel ist in Gegenden mit jodarmem Wasser zu beobachten, vor allem in den Bergen, kaum dagegen in Meeresnähe. Ist der Jodmangel sehr ausgeprägt, kann es in der Folge – bei entsprechender erblicher Veranlagung – zu einer Vergrößerung der Schilddrüse kommen. Der Grund: Die benötigt für ihre Hormonproduktion Jod und muss bei Mangel an diesem Stoff mehr schuften. Manchmal passiert das sogar schon beim Fetus.

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