Muttermilch: Das Original ist besser als jede Kopie

Muttermilch ist der beste Gesundheitsschutz für das Baby. Das belegen ganz viele Studien. Deshalb empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation WHO beispielsweise, ein Kind mindestens sechs Monate zu stillen. Allerdings verspricht die Werbung von Herstellern von Ersatz-Muttermilch, dass diese dem Original in nichts nachstehe. Aber das stimmt nicht, wie jetzt eine Studie zeigt.

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Abwehrkraft und Verdauung profitieren besonders

Vor allem die Abwehrkräfte des Babys werden durch Muttermilch einzigartig gestärkt. Stillen, so sagen die Wissenschaftler der Texas A&M University, macht die Kinder nachhaltig gesund. So wirkt die Muttermilch positiv auf die Darmflora, weil sich ganz bestimmte Mikroben im Darm ansiedeln. Und diese Mikroben sorgen für eine Stärkung des Immunsystems. Bei Säuglingen, die mit der Flasche gefüttert werden, findet eine derartige Besiedelung aber nicht statt. Und deshalb funktioniert die Abwehr gegen Krankheitserreger bei Flaschenkindern auch nicht so gut.

Außerdem stellten die Wissenschaftler fest, dass die Darmfunktion vor allem während der Verdauung bei gestillten Babys besser ausgebildet ist als bei Flaschenkindern.

Und warum hat Flaschenmilch gegenüber der Muttermilch so viele Nachteile? Die Erklärung der Experten: Der Komplex Muttermilch lässt sich eben nicht so einfach nachbilden. Das Kopieren und Zusammenfügen von Einzelteilen reicht an das natürliche Original nicht heran. Irgendwie ja beruhigend.

WANC 16.05.2012
Quelle: Genome Biology 2012, 13:R32 doi:10.1186/gb-2012-13-4-r32

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