Wird in Deutschland besonders viel gestillt?

Das kommt darauf an. Im Vergleich mit dem als „Still-Wunderland“ bezeichneten Norwegen sicher nicht, wo 80% der sechs Monate alten Säuglinge noch voll gestillt werden.

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Zwar haben 90% aller Schwangeren in Deutschland die feste Absicht, ihr Kind zu stillen. Wenn es dann aber soweit ist, stellt sich das Umfeld häufig als nicht optimal für eine erfolgreiche Stillbeziehung heraus. So fällt etwa der Anteil jener unter den etwa 900 deutschen Geburtskliniken, die sich mit dem Zertifikat „Stillfreundliches Krankenhaus“ schmücken dürfen, immer noch recht bescheiden aus.

Immer mehr Mütter stillen

Die Tendenz ist aber immerhin steigend, und das gilt auch für das Stillen allgemein. Der Anteil der deutschen Mütter, die ihre sechs Monate alten Kinder nur mit Muttermilch versorgen, hat sich im letzten Jahrzehnt mehr als verdoppelt und beträgt heute 25%. Die Zahl der Frauen, die nach einem halben Jahr überhaupt nicht stillen, ist dagegen von 52% auf mittlerweile unter 40% gesunken.

Dennoch bleibt in vielen Kliniken, bei der Vor- und Nachsorge, bei Arbeitgebern und schließlich in den Familien selbst noch einiges zu tun, um den Vorzügen des Stillens für Mutter und Kind zur vollen Entfaltung zu verhelfen.

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