Senkt Stillen das Infektionsrisiko für den Säugling?

Ja. Säuglinge, die sechs Monate oder länger gestillt werden, erkranken im ersten Lebensjahr seltener an Infektionen. Diese nicht unbedingt neue Erkenntnis belegt auch eine aktuelle griechische Studie, in der bei den Stillkindern deutlich erniedrigte Raten an verschiedenen Infektionskrankheiten festgestellt wurden.

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Für diese Schutzwirkung sind die Antikörper in der Muttermilch verantwortlich. Der Effekt macht sich zusätzlich zum Impfschutz bemerkbar, den die Impfungen im ersten Lebensjahr den Säuglingen verleihen.

Zusätzlicher Effekt zum Impfen

Zu dem Reigen der nachgewiesenermaßen seltener auftretenden Erkrankungen zählen laut der oben genannten Studie von 2010:

  • Magen-Darm-Erkrankungen (-38%)
  • akute Atemwegserkrankungen (-42%)
  • akute Mittelohrentzündungen (-63%)
  • Bindehautentzündungen (-55%)


Autor:
Quelle: Archives of Diseases in Childhood (2010 doi: 10.1136/adc.2009.169912)

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