Probleme mit dem Stillen: Wer hilft?

Stillende Mütter brauchen psychische und praktische Unterstützung durch den Vater, Familienangehörige oder Freunde. Den Stillvorgang selbst kann Ihnen zwar niemand abnehmen, die meisten anderen Dinge aber schon. Als frisch gebackene Mutter sind Sie in einer Hochleistungsphase. Lassen Sie sich helfen!

Unsere 14 wichtigsten Tipps zum Stillen

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Lesen, Freundin fragen, sich helfen lassen

Um sich mit dem notwendigen Wissen und praktischen Tipps für das Stillen zu versorgen, stehen Ihnen diverse Informationsquellen zur Verfügung. Neben der Medienlektüre (themenspezifische Internetportale, Bücher und Zeitschriften) lohnen sich – möglichst schon während der Schwangerschaft – der Austausch mit stillerfahrenen Freundinnen, ggf. auch der Besuch einer Stillgruppe, und die professionelle Beratung durch Hebamme und Frauenärztin.

Erkundigen Sie sich bei Ihrer Geburtsklinik, ob sie als „Stillfreundliches Krankenhaus“ zertifiziert ist bzw. ein Stillzimmer und speziell geschultes Personal vorhält. Wenn es dann soweit ist und weitere Fragen oder gar Probleme auftauchen, sollten Sie sich an eine erfahrene Stillberaterin wenden.

Was ist eine Stillberaterin?

Still- bzw. Laktationsberaterinnen sind Hebammen, Ärzte, Kinderkrankenschwestern oder Pflegefachkräfte, die sich für die Stillberatung weiterbilden lassen und nach erfolgreicher Prüfung einen im Aus- und Weiterbildungswesen anerkannten Titel erwerben. Mit der Verleihung einer solchen Zusatzbezeichnung ist grundsätzlich auch die Verpflichtung zu regelmäßiger Fortbildung verbunden.

Ein Beispiel für solch einen Titel ist IBCLC. Das  steht für „International Board Certified Lactation Consultant“ und damit für eine besondere Fachkompetenz in der Stillberatung. Das IBCLC-Programm gilt weltweit als „Best Practice“ Modell für Qualifikationen in der Stillberatung.

Um eine persönliche Empfehlung für eine gute, erfahrene Stillberaterin zu bekommen, können Sie außer im Bekannten- und Geburtsvorbereitungskreis bei Ihrer Hebamme, dem Frauenarzt oder auch bei Ihrer Geburtsklinik nachfragen.

Gibt es Selbsthilfegruppen für stillende Mütter?

Ja. Selbsthilfegruppen stillender Mütter helfen, Probleme zu vermeiden bzw. sie zu lösen. Die Adressen können Sie bei Ihren regionalen Gesundheitsämtern erfragen. Alternativ sollten das aber auch Ihre Hebamme oder Ihre Frauenärztin (bzw. Ihr Frauenarzt) wissen.

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