Soll ich mit meinem Baby an Krabbelgruppen wie PEKiP teilnehmen?

Sie können, aber Sie müssen nicht. Die Teilnahme an PEKiP oder allgemein an Krabbelgruppen ist sicherlich nicht zwingend notwendig, aber normalerweise eine schöne Sache für Eltern und Baby.

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Was ist PEKiP?

Wenn Sie ein Kind bekommen, ist es sehr wahrscheinlich, dass Ihnen irgendwann der Begriff „PEKiP“ begegnet. Er steht für „Prager-Eltern-Kind-Programm“ und bezeichnet ein Konzept für die Gruppenarbeit mit Eltern und ihren Kindern im ersten Lebensjahr. Im Rahmen einer Krabbelgruppe soll dabei der Prozess des Zueinanderfindens unterstützt werden, mit dem Ziel

  • das Baby in seiner Entwicklung wahrzunehmen, zu begleiten und zu fördern;
  • die Beziehung zwischen dem Baby und seinen Eltern zu vertiefen;
  • die Eltern zu begleiten und den Erfahrungsaustausch mit anderen Eltern zu fördern;

Als PEKiP-Standards gelten:

  • Eine PEKiP-Gruppe besteht aus bis zu 8 Erwachsenen und deren Babys.
  • Die Gruppen beginnen oft schon im 2. Lebensmonat, aber ein späterer Start ist auch möglich;
  • Die Gruppe läuft meist bis zum Ende des 1. Lebensjahres.
  • Die Treffen finden einmal pro Woche statt und dauern jeweils anderthalb Stunden.
  • Die Babys sind während des Spielens nackt.
  • Die Gruppe wird von Personen mit einem sogenannten PEKiP-Zertifikat geleitet.

Keinen Stress daraus machen

Sie können ab der 4.-6. Lebenswoche damit beginnen und erhalten Impulse für die Entwicklung im gesamten ersten Lebensjahr. Das reicht von Tipps für die Eltern-Kind-Kommunikation und zur Selbstkreation einfachster Spielzeuge über die Vermittlung der kindlichen Wahrnehmungsfähigkeit anhand praktischer Beispiele bis zum Kontakt mit Gleichaltrigen.

Für manche Mütter bzw. Eltern ist (im Rückblick) auch der Erfahrungsaustausch mit gleichgesinnten Eltern die entscheidende Komponente. Dabei sollte es natürlich nicht um einen Leistungsvergleich im Sinne des von Kritikern angemahnten Frühförderungswahns gehen. Sonst kann es tatsächlich passieren, dass der soziale Wettbewerb vorverlegt wird und die Teilnahme an diversen Förderprogrammen zu einer eher schädlichen Reizüberflutung der Kleinkinder führt.

Wo überall PEKiP-Kurse angeboten werden, erfahren Sie auf der Website des PEKiP-Vereins (www.pekip.de).

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