In welchem Alter beginnen Kinder zu lächeln oder mit Eltern und anderen Kindern zu spielen?

Auch soziale Kontakte wollen erlernt sein. Der intensivere Austausch mit Eltern und anderen Kindern entwickelt sich erst langsam während der ersten Lebensjahre. Vor allem das bewusste Spielen mit anderen Kindern beginnt normalerweise erstaunlich spät.

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Damit Sie sich ein wenig orientieren können, haben wir im folgenden die "normalen" Entwicklungszeiten des sozialen Lebens zusammengefasst.

Alter des Kindes

Was das Kind im Regelfall kann (Normvarianten immer möglich)

3 Monate
  • Das Kind beginnt, Blickkontakt zu halten und mit dem Blick zu folgen.
  • Das Kind beginnt, bekannte Gesichter anzulächeln.
6 Monate
  • Das Kind reagiert auch auf fremde Menschen, die sich freundlich annähern, mit einem Lächeln.
  • Das Kind nimmt aktiv Blickkontakt auf.
9-12 Monate
  • Das Kind kann vertraute und fremde Personen unterscheiden. Es kann, muss aber nicht fremdeln.
  • Das Kind kann soziale Kontakte aufnehmen, halten und auch aktiv beenden (z.B. sich aktiv abwenden, was für Eltern und Verwandte natürlich immer schmerzhaft ist).
15 Monate
  • Das Kind reagiert intensiv und meist freudig auf Kinderreime, rhythmische Spiele, Fingerspiele oder kleine mimische Neckereien.
18 Monate
  • Das Kind winkt zum Abschied, wenn man es dazu ermuntert.
  • Das Kind kennt die Bedeutung von "Nein". Das heißt nicht, dass es deswegen gleich sein Vorhaben abbricht, aber ein kurzes Innehalten gibt es immerhin.
2 Jahre
  • Das Kind freut sich, wenn andere Kinder hinzukommen, vor allem bekannte Kinder.
  • Das Kind spielt zwar noch nicht mit Gleichaltrigen, aber zumindest spielen zwei Zweijährige zunehmend "parallel". Sie ahmen sich gegenseitig nach oder spielen dasselbe.
3 Jahre
  • Das Kind beginnt zunehmend, mit anderen Kindern zu spielen, wenn auch zunächst meist noch sehr kurz.
  • Das Kind hat Freude daran, den Eltern oder vertrauten Erwachsenen bei häuslichen Tätigkeiten zu helfen. Es ahmt Hausarbeiten, Mimik und Gesten nach.
4 Jahre
  • Das Kind beginnt, sich an Spielen mit Regeln zu beteiligen (z.B. einfache Brettspiele oder Kartenspiele).
  • Das Kind lernt, zu teilen.
5 Jahre
  • Das Kind ist fähig und normalerweise auch bereit, Süßigkeiten oder auch Spielzeug zwischen seinen Spielkameraden gerecht aufzuteilen.
  • Das Kind lädt andere Kinder zu sich ein und wird eingeladen.
6 Jahre
  • Das Kind verträgt sich beim Spielen in aller Regel gut mit anderen Kindern. Teilen und Abwechseln sind selbstverständlich und kein Problem mehr.
  • Das Kind hat erstmals "eine beste Freundin" oder einen "besten Freund" (auch wenn der oder die Auserwählte wöchentlich wechseln kann).


Autoren: /
Quelle: H.-J. Laewen: Grenzsteine der Entwicklung als Grundlage eines Frühwarnsystems für Risikolagen in Kindertageseinrichtungen (Sonderdruck 2008, PDF).

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