Muss wirklich noch gegen seltene Erkrankungen wie Diphtherie geimpft werden?

Ja. Dass die in früheren Zeiten – und anderswo auf der Welt auch gegenwärtig – häufigen Infektionskrankheiten mit gravierendem Schadenspotenzial bei uns heute selten vorkommen, liegt vor allem daran, dass laufend gegen sie geimpft wird.

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Dies ist beispielsweise an den Masernausbrüchen gut erkennbar, die immer mal wieder in Deutschland oder Nachbarländern an Standorten mit niedrigen Durchimpfungsraten auftreten und dann glücklicherweise lokal begrenzt bleiben.

Diphtherie nicht ausgerottet

Ein anderes Beispiel ist die Diphtherie. Sie schien in Europa bereits überwunden zu sein, bis in einigen osteuropäischen Ländern infolge der politischen Umwälzungen in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts nicht mehr ausreichend dagegen geimpft wurde und es zu Ausbrüchen mit hohen Erkrankungszahlen kam. Bei einem geringen kollektiven Impfschutz in Deutschland hätte sich die Krankheit auch hier jederzeit wieder ausbreiten können.

Schließlich besteht in Zeiten der Globalisierung und der häufigen Reisen die ständige und weiter zunehmende Gefahr der (Wieder-) Einschleppung von Erkrankungen aus anderen, auch ganz fernen Ländern. Ein umfassender Impfschutz ist deshalb für uns selbst dann notwendig, wenn entsprechende Erkrankungen hier nur noch selten vorkommen. Auch wenn Impfgegner anderes behaupten mögen.

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Doch. Dass die in früheren Zeiten – und anderswo auf der Welt auch gegenwärtig – häufigen Infektionskrankheiten mit gravierendem Schadenspotenzial bei uns heute selten vorkommen, liegt vor allem daran, dass laufend gegen sie geimpft wird. Dies ist beispielsweise an den Masernausbrüchen gut erkennbar, die immer mal wieder in Deutschland oder Nachbarländern an Standorten mit niedrigen Durchimpfungsraten auftreten und dann glücklicherweise lokal begrenzt bleiben.

Ein anderes Beispiel ist die Diphtherie. Sie erschien in Europa bereits überwunden zu sein, bis in einigen osteuropäischen Ländern infolge der politischen Umwälzungen in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts nicht mehr ausreichend dagegen geimpft wurde und es zu Ausbrüchen mit hohen Erkrankungszahlen kam. Bei einem geringen kollektiven Impfschutz in Deutschland hätte sich die Krankheit auch hier jederzeit wieder ausbreiten können.

Schließlich besteht in Zeiten der der Globalisierung und der häufigen Reisen die ständige und weiter zunehmende Gefahr der (Wieder-) Einschleppung von Erkrankungen aus anderen, auch ganz fernen Ländern. Ein umfassender Impfschutz ist deshalb für uns selbst dann notwendig, wenn entsprechende Erkrankungen hier nur noch selten vorkommen. Auch wenn Impfgegner anderes behaupten mögen.

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