Was geschieht beim Neugeborenen-Hörscreening?

Das ungetrübte Hörenkönnen ist für die gesunde Gesamtentwicklung Ihres Kindes von unschätzbarem Wert. Angeborene oder um den Geburtszeitpunkt herum auftretende Hörstörungen sollten deshalb so frühzeitig wie möglich erkannt werden. Denn bei rechtzeitiger Behandlung können die Folgen einer solchen Hörstörung normalerweise vermieden werden. Dafür gibt es das Neugeborenen-Hörscreening.

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Die Untersuchung wird bei allen Kindern kurz nach der Geburt empfohlen und in Deutschland auch von den Krankenkassen bezahlt. Der Hörtest ist für das Baby völlig schmerzfrei, dauert nur ein paar Minuten und lässt sich gut im Schlaf durchführen.

Wie läuft das Hör-Screening bei Neugeborenen konkret ab?

Das Prinzip der Untersuchung: Zur Überprüfung der Innenohrfunktion wird gemessen, ob Nervenimpulse aus dem Innenohr an das Gehirn weitergeleitet und verarbeitet werden. Über einen kleinen Ohrstöpsel werden dafür akustische Signale in das Hörorgan geschickt und damit die Sinneszellen im Innenohr angeregt. Anschließend werden die durch diese Schwingung ausgesandten Antwortschallwellen (sogenannte otoakustische Emissionen) gemessen.

Innerhalb von 2 bis 3 Minuten kann auf diese Weise festgestellt werden, ob das Kind zum Untersuchungszeitpunkt hört oder nicht.Ein auffälliges Ergebnis muss durch einen neuen Test kontrolliert werden – möglichst am selben Tag, spätestens bis zur U2.

Wie es weiter geht

Auch bei den weiteren Früherkennungsuntersuchungen wird das Hörvermögen Ihres Kindes immer wieder überprüft, da das Gehör auch später noch geschädigt werden kann, etwa infolge einer Mittelohrentzündung oder anderer (Infektions-) Krankheiten.

Ergibt sich beim Hör-Screening etwas Auffälliges oder ist der Test, beispielsweise aufgrund von Fruchtwasserresten im Gehörgang, nicht aussagekräftig genug, wird noch einmal nachkontrolliert. Sollte das folgende Testergebnis dann wieder auffällig sein, schließen sich weitere Untersuchungen an. Liegt eine Hörschädigung vor, berät der HNO-Arzt die Eltern über die verschiedenen Behandlungsoptionen, die je nach Ursache in Frage kommen.

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