Laut und leise – was braucht mein Kind für seine Ohren?

Im elterlichen Bewusstsein spielt der planvolle Umgang mit dem Gehör, im Gegensatz zu anderen Gesundheits- und Entwicklungsaspekten des Kindes, meist keine besondere Rolle. Allenfalls im Anmahnen einer geringeren Lautstärke ist das mitunter ein Thema. Tatsache ist: Kinder und Jugendliche brauchen Freiräume zum lustvollen Lautsein.

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Diese "Krakeel-Phasen" sind kein Gegensatz, sondern eine wichtige Ergänzung und Abwechslung zur entspannenden Ruhe – der bevorzugten Alternative der meisten Eltern. So sieht es jedenfalls die Bundezentrale für gesundheitliche Aufklärung, und so sehen auch wir das. Die Bundeszentrale hält für Eltern ein paar bedenkenswerte Tipps zum Umgang mit Lärm und Stille bereit:

Tipps rund um Geräusche

  • Seien Sie als Eltern auch im Umgang mit Stille und Lärm Ihren Kindern ein Vorbild.
  • Nutzen Sie den Einfluss gedämpfter Lichtverhältnisse auf den Geräuschpegel: Kerzenlicht beim gemeinsamen Abendessen etwa beruhigt die Gemüter und die Unterhaltung.
  • Der Gesundheitstipp schlechthin: Spazieren Sie regelmäßig mit der Familie durch Wald und Wiesen. Das sorgt nicht nur für Bewegung an der frischen Luft, sondern ermöglicht auch den Ohren, sich vom Alltagslärm zu erholen und ihre Sinneskraft beim Wahrnehmen leiser Naturgeräusche zu schärfen.
  • Spielen Sie beim Naturspaziergang das Spiel „Ich höre was, was du nicht siehst“. Dazu bleiben Sie an einer beliebigen Stelle (z.B. im Wald) stehen und bitten ein Familienmitglied um Nennung aller Dinge, die es sieht. Dann schließen Sie die Augen und beschreiben die Geräusche, die Sie hören. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel dem Auge entgeht und was alles durch Konzentration auf den Hörsinn wahrnehmbar ist.
  • Verzichten Sie auf den Kauf lärmender Spielsachen. Spieldosen und Quietschtiere dürfen nicht so laut sein, dass sie das Gehör schädigen könnten, wenn man sie ans Ohr hält. Auch von Spielzeugpistolen, Knackfröschen, Kindertrompeten und anderen „Scherzartikeln“ wird abgeraten. Ob das so kategorisch gelten muss, bleibe dahin gestellt – schließlich hängt es maßgeblich vom Umgang Ihres Kindes mit den Spielsachen ab, wie „gefährlich“ diese werden können – und damit auch von Ihrer verantwortungsvollen Erziehung. In der Tendenz ist dem Ansatz aber sicher zuzustimmen.
  • Schließlich noch ein vorsorglicher Hinweis: Achten Sie beim Kauf eines tragbaren Musikabspielgeräts möglichst auf ein automatisches Lautstärkebegrenzungssystem, das das Laustärkevolumen unter einem bestimmten Höchstwert hält.


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