Was ist eigentlich eine gesunde Ernährung für Kinder?

Obwohl es manchmal den Anschein hat, als widme sich schon fast eine eigene Medien- und Beratungsindustrie dem Thema Ernährung, sind die relevanten Prinzipien des gesunden Essens eigentlich recht überschaubar. Fünf ganz einfache Grundregeln für eine ausgewogenen Familienkost lauten:

Unsere 10 wichtigsten Tipps für eine gesunde Kindheit

weiterlesen...

  • vielfältig:

    von allem etwas, nichts im Übermaß, Einseitigkeiten vermeiden
  • reichlich:

    pflanzliche Lebensmittel, sprich Obst und Gemüse, sowie Getränke, allen voran Wasser
  • mäßig:

    tierische Lebensmittel, wie Milch und Milchprodukte, Fleisch, Wurst, Fisch
  • sparsam:

    fettreiche Kost und Süßigkeiten
  • genussvoll:

    keine Dogmen, keine Bestrafung, keinen Zwang beim Essen – stattdessen Demut, bewusstes Genießen und ab und zu mal eine Überraschung am gedeckten Tisch

Warum eine gesunde Ernährung so wichtig ist

Gesund ist eine Ernährung für Kinder (und Erwachsene) dann, wenn sie

  • für die optimale körperliche und geistige Entwicklung sorgt,
  • die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit fördert und
  • nicht zur Entstehung von sogenannten Zivilisationskrankheiten (z.B. Herz-Kreislauf-Krankheiten, Bluthochdruck, Osteoporose, Gicht etc.) beiträgt, sondern davor schützt.

Das ist bei einer möglichst ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung der Fall, die den einseitigen und übermäßigen Konsum von Nahrungsmitteln vermeidet.

Auf Intuition verlassen und Vorbild sein

Parallel zur Flut der mehr oder weniger sinnvollen Ernährungsinformationen können Sie sich als Eltern auch Ihres gesunden Menschenverstandes und der körpereigenen Intuition bedienen, um das richtige Nahrungsangebot nach Hause zu bringen und dafür zu sorgen, dass die Kinder auch tatsächlich Gebrauch davon machen. Dafür sind dann hin und wieder elterliche Kreativität und wie immer ein motivierendes Vorleben, Verlässlichkeit (z.B. der gemeinsamen Mahlzeiten) sowie ausreichende zeitliche Zuwendung gefragt.

Wenn diese Rahmenbedingungen gegeben sind, dürfen Sie als Eltern übrigens auch ruhig die Intuition Ihres Kindes berücksichtigen. Nicht alles Grünzeug beispielsweise, das Kindern nicht schmeckt, ist so gesund, wie früher irrtümlich geglaubt wurde. Und da Kinder grundsätzlich im Wachsen begriffen und normalerweise recht aktiv sind oder sein sollten, ist auch das Verlangen nach schnell verfügbaren Kohlenhydraten als Energielieferant gut nachvollziehbar.

Sollten allerdings aufgrund von Krankheit, Hochleistung oder anderen Umständen besondere Anforderungen an die Ernährung Ihres Kindes bestehen oder sein Entwicklungs- oder Gewichtszustand nicht im Rahmen des Erwartbaren liegen (bei Zweifeln ab und zu mal messen und vergleichen!), ist es dann doch gut, wenn neben der Beratung durch den Kinderarzt auch auf seriöse Informationsquellen zum Thema Ernährung zurückgegriffen werden kann.

Autor:

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).
Anzeigen