Weitere Tipps zum Essverhalten: Führen Sie ein Ernährungstagebuch?

Wer wissen möchte, wo eigentlich das ganze (Haushalts-) Geld bleibt, führt darüber Tagebuch. Nicht anders verhält es sich beim Essen: Wenn Sie nachvollziehen möchten, ob sich Ihr Kind gesund ernährt – oder genau daran Zweifel bestehen –, dann sorgen Sie für ein Ernährungstagebuch, das je nach Alter Ihres Kindes von diesem selbst oder von Ihnen geschrieben wird.

Unsere 10 wichtigsten Tipps für eine gesunde Kindheit

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Weitere Tipps zur Ernährung und zum Essverhalten:

  • Regelmäßige Essenszeiten (3 Haupt- und bis zu 2 Zwischenmahlzeiten) helfen dabei, Heißhunger zu vermeiden.
  • Feste Essenszeiten, ein fester Essensplatz und das gemeinsame (gleichzeitige!) Essen fördern ein bewusstes und würdigendes Essverhalten.
  • Dulden Sie kein „Wandern“ und keine Ablenkungen beim Essen (z.B. Lesen, Fernsehen).
  • Bedenken Sie Ihre Vorbildfunktion! Beobachten und, wenn nötig, ändern Sie Ihr eigenes Essverhalten.
  • Wassertrinken vor bzw. während des Essens fördert die Sättigung.
  • Lassen Sie Ihr Kind an der Gestaltung der Mahlzeiten teilhaben (Speiseplan, Einkauf, Tischdecken, Kochen).
  • Berücksichtigen Sie bei der Portionsgröße den Appetit Ihres Kindes und achten Sie darauf, dass es aufisst. Zur Vermeidung zu üppiger Portionen füllen Sie die Teller bereits in der Küche, anstatt Schüsseln auf den Tisch zu stellen.
  • Unterstützen Sie ein langsameres, genusshaftes Essen Ihres Kindes. Dann wird auch das  Sättigungsgefühl eher bemerkt.
  • Geben Sie dem Sättigungsgefühl eine Chance, bevor die Freigabe zum „Nachschlag“ erfolgt.
  • Geben Sie Ihrem Kind statt Geld lieber eine Pausenverpflegung in die Schule mit.
  • Richten Sie mit Ihrem Kind eine „Schatztruhe“ ein, die alle Süßigkeiten beinhaltet, die in einer bestimmten Zeit (z.B. in einer Woche) verzehrt werden dürfen. Legen Sie die Menge fest und lassen Sie Ihr Kind selbst über den Zeitpunkt des Verzehrs entscheiden.
  • Halten Sie die Versuchungssituationen für Ihr Kind möglichst gering, lassen Sie keine Süßigkeiten offen herumliegen und häufen Sie keine großen Vorräte davon an.
  • Loben Sie, wann immer möglich, das Verhalten Ihres Kindes!
  • Äußern Sie sich wertend immer nur über das Verhalten Ihres Kindes, nicht über sein Gewicht oder seine Person!
  • Wie immer: Konsequenz fällt manchmal schwer, zahlt sich aber meistens aus.
  • Nehmen Sie Veränderungen der Lebensgewohnheiten gemeinsam in Ihrer Familie vor, behandeln Sie alle Familienmitglieder gleich und lassen Sie keine Ausgrenzungen zu.
  • Erarbeiten Sie gemeinsam mit Ihrem Kind alternative Verhaltensweisen und üben Sie sie mit ihm ein, wenn es – wie viele zu dicke Kinder – aus Frust oder Langeweile isst.


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