Sollte das Baby nach der Geburt bei der Mutter sein?

Früher war es üblich, Mutter und Kind nach der Geburt erstmal rigoros voneinander zu trennen. Heute weiß man, dass der Kontakt zwischen Mutter und Kind in den ersten drei Tagen nach der Geburt das spätere Fürsorgeverhalten eindeutig positiv beeinflusst, ganz abgesehen davon, dass sich auch das Baby in der Nähe der Mutter am wohlsten fühlen dürfte.

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Eine beliebte Methode für das intensive Körpererlebnis mit dem Neugeborenen, bei der auch der Vater partizipieren kann, ist das „Känguruhn“. Dabei wird das Neugeborene unbekleidet auf die ebenfalls nackte Brust der Eltern gelegt. So kann es, umhüllt und gut eingepackt in Decken, Tücher und Felle, stundenlang Mamas oder Papas Wärme und Herzschlag spüren. Sofern Sie und Ihr Neugeborenes dazu in der Lage sind, wird Ihnen der Geburtshelfer den kurz untersuchten, vermessenen und warm eingepackten Säugling baldmöglichst auf den Bauch legen.

Empfohlen wird zum Aufbau der Mutter-Kind-Beziehung außerdem:

  • Geben Sie Ihrem Kind bald nach der Geburt Gelegenheit, Ihre Brust und die Brustwarzen zu berühren.
  • Legen Sie das Kind an – so bekommt es die Erstmilch (Kolostrum), die neben essenziellen Eiweißen und Fettsäuren viele Mineralstoffe enthält.
  • Halten Sie Hautkontakt mit dem Kind.

Kann der wichtige erste Körperkontakt zwischen Mutter bzw. Vater und Kind nicht gleich im Anschluss an die Geburt erfolgen, etwa aus medizinischen Gründen, sollte er alsbald möglich nachgeholt werden. Je früher mit dem Aufbau einer vertrauensvollen Bindung (Bonding) begonnen wird, desto besser. Am besten gelingt dies wohl beim Stillen.

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