Die ersten Stunden und Tage nach der Geburt

Wie verläuft der erste Tag mit dem Baby nach der Geburt? Welche Untersuchungen sind notwendig, wann beginnt das Stillen? Mehr dazu in diesem Kapitel.

Was geschieht mit dem Neugeborenen nach der Geburt?

Für die Mutter ist mit dem Ende der Geburt erstmal die größte Aufregung vorbei, für das Neugeborene geht die erst los. Zumindest sind die folgenden Stunden und Tage eine besonders kritische Phase, denn mit dem Durchtrennen der Nabelschnur wird der Fetus zum Säugling, der selbständig atmen und seinen Kreislauf umstellen muss.

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Was bedeutet die Apgar-Zahl?

Die Apgar-Zahl ist das Ergebnis der ersten Routine-Untersuchung Ihres Neugeborenen (Apgar-Score). Im Mutterpass und im gelben Kinder-Untersuchungsheft werden die Apgar-Zahlen der ersten Untersuchungen dokumentiert (5 und 10 Minuten nach der Geburt).

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Was muss bei einem Neugeborenen noch am 1. Tag untersucht werden?

Um folgende Maßnahmen und Kontrollen kümmert sich das Klinikpersonal am ersten Lebenstag des Kindes routinemäßig:

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Was wird bei der U1 untersucht?

Wenn Sie Ihr Kind glücklich geboren haben und anfangen können, sich von den Strapazen zu erholen, möchten Sie sicher sein, dass es auch Ihrem Baby gut geht. Dieser Aufgabe nimmt sich zunächst der (Kinder-) Arzt an, der Ihren Sprössling in Augenschein nimmt und über den Apgar-Score hinaus daraufhin untersucht, ob er sich vielleicht bei der Geburt verletzt hat oder ob Missbildungen vorliegen.

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Was sind die Reifezeichen des Neugeborenen?

Bei der Erstuntersuchung (U1) Ihres Neugeborenen in den ersten Stunden nach der Geburt wird auch auf das Vorhandensein der Reifezeichen geachtet. Bei diesen handelt es sich um:

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Was kann das Neugeborene?

Entwickelt sich mein Kind normal? Kann es das, was es in seinem Alter können sollte? Diese Frage stellen sich Eltern häufig.

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Sollte das Baby nach der Geburt bei der Mutter sein?

Früher war es üblich, Mutter und Kind nach der Geburt erstmal rigoros voneinander zu trennen. Heute weiß man, dass der Kontakt zwischen Mutter und Kind in den ersten drei Tagen nach der Geburt das spätere Fürsorgeverhalten eindeutig positiv beeinflusst, ganz abgesehen davon, dass sich auch das Baby in der Nähe der Mutter am wohlsten fühlen dürfte.

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Wann sollte ich mein Baby erstmals anlegen?

Das Stillen beginnt von Natur aus gleich nach der Geburt. Durch den Geburtsstress (zumindest bei einer Vaginalgeburt) ist das Neugeborene in der Regel erst einmal wach und aufmerksam. Sein Saugreflex ist 20–30 Minuten nach der Geburt am stärksten.

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Was bedeutet Rooming-In?

Viele Geburtskliniken bieten heute „Rooming in“ an, was bedeutet, dass Sie Ihr Kind in Ihrem Zimmer bei sich behalten können. Jedes Baby erhält ein eigenes Bettchen auf Rädern, so dass es sowohl im Zimmer der Mutter als auch im Neugeborenenzimmer versorgt werden kann.

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Was ist der Nabel?

Etwa 3 bis 10 Tage nach Durchtrennung der Nabelschnur im Anschluss an die Geburt fällt der eingetrocknete Nabelschnurrest von selbst ab. Die entstandene Narbe in der Mitte des Bauchs ist der Nabel, der uns allen lebenslang bleibt und an unser eigenes In-die-Welt-kommen erinnert.

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Abstehende Ohren bei Neugeborenen: Kann man die ohne OP korrigieren?

Ja, das kann man. Meist ist eine Ohrkorrektur in den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt noch ganz ohne Operation möglich. Das gilt sowohl für abstehende Ohren als auch für diverse andere Ohr-Deformationen.

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Wann entwickelt sich der Hörsinn?

Um die 28. Schwangerschaftswoche herum beginnt der Fötus, Geräusche seiner Umwelt zu hören, und zeigt damit erste Wahrnehmungsprozesse. Wenn sie dann geboren werden, können Babys gut hören und haben eine besondere Empfindsamkeit für den Klang menschlicher Stimmen und Sprache.

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Warum erhält das Neugeborene Konakion®?

Im Rahmen der Erstuntersuchung (U1) erhält das Neugeborene auch Vitamin-K-Tropfen (Konakion®), um einer Blutungsgefahr vorzubeugen, die sich bei mangelnder Leberreife ergeben könnte.

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Kann bei voll gestillten Säuglingen ein Vitamin-K-Mangel auftreten?

Ja. Und Vitamin K ist wichtig, weil es die Blutgerinnung reguliert. Um hier Komplikationen zu verhindern, erhalten in Deutschland alle Kinder am 1. Lebenstag im Rahmen der U1 und in der Folge bei der U2 und U3 jeweils 2 Tropfen Konakion® von der Hebamme oder dem Kinderarzt verabreicht. Darin enthalten ist Vitamin K.

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Was ist Kindspech?

Als Kindspech (auch: Darmpech) oder Mekonium bezeichnet man den noch im Mutterleib gebildeten Darminhalt des Neugeborenen, der normalerweise innerhalb von ein bis zwei Tagen nach der Geburt als erster Stuhlgang ausgeschieden wird.

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Hexenmilch und weiße Flecken: Was kann beim Neugeborenen mitunter direkt nach der Geburt zu sehen sein?

Es gibt beim Neugeborenen sogenannte Schwangerschaftsreaktionen. Das sind harmlose Veränderungen ohne Krankheitswert, die durch mütterliche Hormone entstehen, welche während der Schwangerschaft über den Mutterkuchen ins kindliche Blut übertreten.

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Wann gibt es Probleme mit dem Kindspech?

Wenn das Kindspech (Mekonium) als erster Stuhlgang des neuen Erdenbürgers auf- bzw. austritt – normalerweise 24 bis 48 Stunden nach der Geburt – ist alles in Ordnung. Bleibt das Kindspech dagegen aus, kann im Darmbereich eine Engstelle, ein Verschluss oder eine Transportstörung vorliegen.

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Was ist die Fechterstellung beim Säugling? Und womit wird sie oft verwechselt?

Mit der sogenannten Fechterstellung wird ein Reflexphänomen beim Säugling beschrieben: Wenn sein Kopf zur Seite gedreht wird, streckt er Arm und Bein der entsprechenden Seite aus, während die Extremitäten der anderen Seite angezogen, also gebeugt werden.

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