Warum muss mein Kind nachts schreien?

Wenn Ihr Kind nachts immer wieder aufwacht, kann das verschiedene Ursachen haben. Einer der folgenden Gründe trifft üblicherweise zu:

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  • Hunger: Dann helfen Brust oder Fläschchen.
  • Volle Windeln: Kleine Babys können mit „großem Geschäft“ in der Windel oft nicht einschlafen.
  • Körperliches Unbehagen: Ihrem Baby ist es möglicherweise zu warm oder zu kalt. Vielleicht drücken oder kratzen auch Etiketten, Nähte oder Reißverschlüsse.
  • Krankheit/Schmerzen: Fieber, Teilnahmslosigkeit oder besondere Unruhe, Nahrungsverweigerung oder anhaltendes Schreien deuten auf Schmerzen und/oder Krankheit hin. Nicht enden wollende Schreiattacken, angezogene Beinchen und ein sich windender Babykörper deuten auf Blähungen und die bei den ganz Kleinen häufig vermuteten Dreimonatskoliken hin.
  • Zahnen: Die ersten Zähne brechen meist zwischen dem 3. und 12. Monat durch den Gaumen. Nicht ganz klar ist, ob sie dabei tatsächlich Schmerzen verursachen. Aber es klingt zumindest einleuchtend und für die mitfühlenden Eltern nachvollziehbar.
  • Müdigkeit: Daran sollte man immer denken, wenn kleine (und manchmal auch noch die größeren) Kinder schreien. Dann ist häufig Abwarten angesagt, ob Ihr Sprössling nicht von selbst zur Ruhe kommt. Denn ein sofortiges Einreden auf das Kind oder Herausnehmen aus dem Bett zum Trösten könnte den Einschlafprozess in diesem Fall eher behindern als fördern.
  • Einsamkeit: Dann hilft es, wenn Sie Ihrem Kind zeigen, dass es nicht allein ist und mit ein paar beruhigenden Worten an sein Bettchen treten. Hier gilt allerdings grundsätzlich: Weniger ist mehr. Sie sollten den Mut und die Kraft haben, Ihr Kind auch mal schreien zu lassen. Wenn es sein muss (und triftigere Gründe auszuschließen sind) auch über mehrere Nächte hinweg. Ihr Kind wird Ihre Konsequenz in aller Regel auf Dauer belohnen – mit ruhigen Nächten für Sie und sich selbst.

Ruhe bewahren!

Versuchen Sie herauszufinden, was Ihrem Kind gut tut, und geben Sie ihm reichlich Liebe, Zuwendung und ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Fühlen Sie sich aber nicht selbst verantwortlich für sein Geschrei oder gar schuldig daran, wenn kein Grund dazu besteht. Die wichtigste, oft aber auch am schwierigsten zu befolgende Grundregel lautet: Ruhe bewahren!

Ob Säuglinge und (Klein-) Kinder gut schlafen, hängt nämlich auch vom Verhalten der Eltern ab, das von besonnener Ruhe und Gelassenheit geprägt sein sollte. Auch wenn das natürlich leichter gesagt als getan ist – man sollte sich im rechten Moment immer daran erinnern.

Und falls alles nichts hilft, bleibt schließlich noch die –  beruhigende, wenn auch vielleicht etwas ungerechte – Erkenntnis, dass manche Kinder (und Erwachsene) einfach besser schlafen als andere …

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