Was sind eigentlich die Mandeln?

Die Mandeln (Tonsillen) sind kleine, abgeschlossene Gewebe-Einheiten im Bereich der Mundhöhle und des Rachens. Als sekundäre lymphatische Organe sind sie Bestandteil des Immunsystems und die erste Abwehrbarriere gegen Keime, die durch Mund und Nase in die oberen Atemwege einzudringen versuchen. Da die Mandeln wie kleine Mini-Organe inmitten anderer Gewebsstrukturen beheimatet sind, nennt man sie auch Gewebe-Inseln.

Unsere 10 wichtigsten Tipps für eine gesunde Kindheit

weiterlesen...

Zu den Mandeln zählen:

  • Rachenmandel (Tonsilla pharyngea)
  • Gaumenmandel (Tonsilla palatina)
  • Zungenmandel (Tonsilla lingualis)
  • Tubenmandel (Tonsilla tubaria)

Zusammen mit weiterem, als Seitenstrang bezeichnetem Lymphgewebe an der seitlichen Rachenwand bilden die Mandeln den lymphatischen oder auch Waldeyer'schen Rachenring. Da die Tonsillen vor allem für das noch lernende Immunsystem von Bedeutung sind, erreichen sie im Kindesalter ihr größtes relatives und in der Pubertät ihr größtes absolutes Volumen. Im Erwachsenenalter bilden sie sich dann langsam wieder zurück.

Wenn von „den Mandeln“ die Rede ist, sind in der Regel die Gaumenmandeln gemeint, die sich links und rechts am Übergang von der Mundhöhle zum Rachen befinden.

Autor:

Anzeigen