Schwangerschaft und Röteln

Warum sind Röteln in der Schwangerschaft so gefährlich? Und für wen? Darum geht es in diesem Kapitel.

Kann ich mich als Schwangere noch gegen Röteln impfen lassen?

Nein, wenn eine Infektion mit Röteln während der Schwangerschaft festgestellt wird, ist es für eine richtige Impfung leider zu spät. Allerdings kann innerhalb von vier Tagen nach einer vermuteten Ansteckung durch Gabe von Antikörpern gegen das Rötelnvirus eine passive Immunisierung erfolgen, wenn ein ausreichender Immunschutz der Schwangeren in Frage steht.

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Schwanger: Bin ich gegen Röteln immun?

Früher haben sich die meisten Menschen mit dem Durchmachen der Erkrankung im Kindesalter eine natürliche Immuntität erworben. Heute erfolgt der Aufbau eines Immunschutzes hauptsächlich durch Impfung. Im Alter von 20-25 Jahren verfügen jedenfalls etwa 80-90% der Deutschen über Antikörper gegen die Rötelnviren.

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Stimmt es, dass die Röteln während der Schwangerschaft besonders gefährlich für das Kind sind?

Ja. Die Röteln-Viren können - in seltenen Fällen - nach der Infektion einer schwangeren Frau über den Mutterkuchen (diaplazentar) in den Blutkreislauf und Körper des ungeborenen Kindes gelangen und dort zu möglicherweise schweren Organschäden führen (Rötelnembryopathie) oder eine Fehl- oder Frühgeburt auslösen.

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Was passiert, wenn ich als Schwangere mit Röteln in Kontakt gekommen bin?

Wenn Sie bereits die Röteln durchgemacht haben oder ausreichend (mindestens zweimal) dagegen geimpft wurden, brauchen Sie sich als Schwangere keine Sorgen zu machen. Andernfalls sollten Sie nach einem (vermuteten) Kontakt mit einem Rötelnkranken Ihren Frauenarzt aufsuchen.

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Für wen sind die Röteln gefährlich?

Wirklich gefährlich können die Röteln vor allem für das ungeborene Kind einer nicht immungeschützten Schwangeren werden, insbesondere während der ersten acht Wochen der Schwangerschaft.

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Warum ist es für Mädchen wichtig, gegen Röteln immun zu sein – und weshalb auch für Jungen?

Alle Mädchen sollten sich gegen Röteln impfen lassen, damit sie im gebärfähigen Alter keine Rötelnembryopathie zu fürchten brauchen, wenn sie schwanger werden. Die Rötelnembryoptahie ist eine schwere Fehlbildung beim Kind, wenn es während der Schwangerschaft mit den Röteln infiziert wird.

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Kann es sein, dass ich schon die Röteln hatte, ohne es zu wissen?

Ja, das ist möglich. Denn vor allem im Kindesalter verläuft die Rötelnerkrankung häufig so leicht, dass die Diagnose gar nicht gestellt wird. Trotzdem entwickelt sich in den meisten Fällen eine lebenslange Immunität.

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Ist es schlimm, wenn man sich (versehentlich) nochmal gegen Röteln impfen lässt?

Nicht jede(r) hat ein lückenlos gepflegtes Impfbuch zu Hause. Wenn Sie sich nicht sicher sind, schon einmal gegen Röteln geimpft worden sein, können Sie entweder Ihren Antikörperspiegel im Blut bestimmen oder sich nochmal impfen lassen.

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Welche Schäden können die Röteln beim Ungeborenen verursachen?

Die ansonsten eher harmlosen Röteln sind bei werdenden Müttern richtig gefährlich. Abgesehen von einer Fehl- oder Frühgeburt kann die Infektion einer nicht immungeschützten Schwangeren mit Rötelnviren, insbesondere im ersten Schwangerschaftsdrittel, zu Fehlbildungen des Ungeborenen führen.

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(Wie) Kann eine Rötelninfektion beim Ungeborenen festgestellt werden?

Das Vorkommen angeborener Röteln wird auf 1:6.000 bis 1:10.000 Neugeborene geschätzt. Liegt bei einer Schwangeren der Verdacht oder sogar Nachweis einer Infektion mit Rötelnviren vor, muss damit gerechnet werden, dass es auch zu einer Ansteckung des ungeborenen Kindes über die Plazenta kommt.

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Schwanger und mit Röteln infiziert: Was tun?

Bei der Infektion von nicht immungeschützten Schwangeren mit Röteln besteht zwar der Bedarf etwas zu tun, um die Unversehrtheit des ungeborenen Kindes nach Möglichkeit zu sichern. Allerdings sind die Möglichkeiten dazu sehr begrenzt.

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Ab welchem Antikörper-Titer liegt ein ausreichender Schutz gegen Röteln in der Schwangerschaft vor?

Im Rahmen der frauenärztlichen Schwangerschaftsbetreuung wird gleich zu Beginn durch einen Bluttest festgestellt, ob Sie gegen Röteln immun sind. Dabei wird der Gehalt an spezifischen Antikörpern gegen die Rötelnviren in Ihrem Blut ermittelt (Röteln-Titer).

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