Wie gefährlich ist eine Windpocken-Infektion in der Schwangerschaft für das Ungeborene?

Prinzipiell können die Windpocken-Erreger zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft über den Mutterkuchen auf das ungeborene Kind übertragen werden. Aufgrund der weit verbreiteten, auf etwa 95% geschätzten Immunität unter Schwangeren kommt eine Erkrankung bei ihnen aber nur sehr selten vor.

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Die Art der kindlichen Schädigung hängt vom Infektionszeitpunkt ab und kann von Symptomlosigkeit bis Fehl- oder Totgeburt (in 3,5% der Erkrankungsfälle) reichen. Bis zur 20. Schwangerschaftswoche beträgt das Risiko einer ernsthaften Schädigung ("fetales Varizellen-Syndrom") nach Windpocken-Infektion der Mutter 1-2%, die meisten Fälle (fast 80%) treten zwischen der 9. und 20. Schwangerschaftswoche auf. Danach werden kaum noch schädliche Einwirkungen auf das Kind beobachtet, im Gegensatz zur Ansteckung um den Geburtszeitpunkt herum (kongenitale bzw. neonatale Varizellen).

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