Schwangerschaft: Schutz vor Infektionskrankheiten

Warum sind Kinderkrankheiten wie Windpocken in der Schwangerschaft gefährlicher als sonst? Und wogegen sollte man sich impfen lassen? Mehr dazu in diesem Kapitel.

Darf in der Schwangerschaft geimpft werden?

Hier ist zu unterscheiden zwischen Lebend- und Totimpfstoffen. Nach aktuellen Empfehlungen des zuständigen Robert-Koch-Instituts  besteht für Impfungen mit Lebendimpfstoffen ab drei Monate vor einer (geplanten) und während der gesamten Schwangerschaft eine Gegenanzeige (Kontraindikation).

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Welche Impfungen sind in der Schwangerschaft möglich und welche nicht?

Aufgrund der besonderen immunologischen Lage und einer möglichen Gefährdung des Ungeborenen ist mit Impfungen während der Schwangerschaft vorsichtig umzugehen. In der Impftabelle des Deutschen Grünen Kreuzes findet sich dazu folgende Einteilung:

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Kann ich mich als Schwangere gegen Masern impfen lassen?

Nein. Da es sich beim Masernimpfstoff (meist als „MMR“ in Kombination mit Mumps und Röteln) um abgeschwächte, aber lebende Viren handelt, ist dessen Verabreichung während der Schwangerschaft „verboten“ (Ärzte sageg gern: "kontraindiziert")

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Schwangerschaft: Kann ich durch eine Impfung meines Kindes gefährdet werden, wenn ein Lebend-Impfstoff verwendet wird?

Nein, eine Impfung Ihres Kindes ist für Sie als Schwangere ungefährlich, da die Impfviren nicht auf Kontaktpersonen übertragen werden.

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Masern, Mumps, Röteln: Sind diese Infektionen in der Schwangerschaft besonders gefährlich?

Bei einer Rötelninfektion während der Schwangerschaft gibt es vor allem Gefahren für das Kind, über die hier an anderer Stelle zu lesen ist (siehe unter "Verwandte Beiträge"). Für die Schwangere selbst verläuft eine akute Rötelnerkrankung normalerweise nicht schwerer als sonst. Gleiches gilt für die Mumpsinfektion.

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Sind Masern für Schwangere gefährlich?

Schwangere, die nicht gegen das Masernvirus immunisiert sind, zählen – wie bei anderen infektionsbedingten Kinderkrankheiten auch – zur Risikogruppe. Der Grund: Im Falle einer Ansteckung besteht prinzipiell die Gefahr einer Fehlgeburt im ersten sowie einer Frühgeburt im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel.

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Wie gefährlich sind Windpocken für Schwangere?

Windpocken sind nicht nur für den ungeborenen bzw. neugeborenen Nachwuchs gefährlich, sondern auch für die Schwangere selbst. Glücklicherweise ist das nur selten der Fall, da lediglich etwa 3-4% aller Frauen im gebärfähigen Alter keine Antikörper gegen das Varizella-Zoster-Virus aufweisen und damit empfänglich für die Erkrankung sind.

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Weshalb ist gerade während der Schwangerschaft der Schutz vor Harnwegsinfekten so wichtig?

Etwa 5-10% aller werdenden Mütter bekommen während der Schwangerschaft eine Blasenentzündung. Diese hohe Empfindlichkeit hat zwei Gründe. Zum einen führt die hormonelle Umstellung dazu, dass  sich die Harnwege etwas entspannen und weiten. Dadurch wird der Harnfluss verlangsamt, was Bakterien den "Aufstieg" erleichtert.

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Wann wird eine Passivimpfung gegen Windpocken durchgeführt?

Bei Schwangeren und Menschen mit einer Immunschwäche kann im Fall eines Kontakts zu einer an Windpocken erkrankten Person die Verabreichung von Antikörpern den Ausbruch der Krankheit unterdrücken oder zumindest abschwächen.

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Wie gefährlich ist eine Windpocken-Infektion in der Schwangerschaft für das Ungeborene?

Prinzipiell können die Windpocken-Erreger zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft über den Mutterkuchen auf das ungeborene Kind übertragen werden. Aufgrund der weit verbreiteten, auf etwa 95% geschätzten Immunität unter Schwangeren kommt eine Erkrankung bei ihnen aber nur sehr selten vor.

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Warum ist die Windpocken-Erkrankung beim Neugeborenen besonders gefährlich?

Wenn eine (werdende) Mutter im Geburtszeitraum, etwa 4 Tage vor bis 2 Tage nach der Geburt, an Windpocken erkrankt, ist die Gefahr für das Kind besonders hoch. Denn der Zeitraum ist zu knapp, um neben den Varizella-Viren auch schützende Antikörper von der Mutter weitergereicht zu bekommen.

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Warum sollten Frauen mit Kinderwunsch ihre Immunitätslage gegenüber Windpocken prüfen?

Nur etwa 3-5% aller Frauen im gebärfähigen Alter haben keine Antikörper gegen Windpocken-Viren und sind deshalb ansteckungsgefährdet. Mit 1-7 Fällen pro 10.000 Schwangerschaften kommt es dementsprechend selten zu Windpocken-Erkrankungen während der Schwangerschaft oder um den Geburtstermin herum.

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Ist eine Gürtelrose in der Schwangerschaft gefährlich?

Im Gegensatz zu den Windpocken stellt eine Gürtelrose während der Schwangerschaft kein erhöhtes Risiko für das Kind dar, obwohl es sich um das gleiche Virus handelt.

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Droht bei falscher Impfung ein Schwangerschaftsabbruch?

Nein. Wenn bei Ihnen – beispielsweise aus Unkenntnis über die bestehende Schwangerschaft –  eine kontraindizierte („verbotene“) Impfung vorgenommen wurde, ist das kein Grund für einen Schwangerschaftsabbruch.

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EHEC: Worauf sollten Schwangere achten?

Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) empfiehlt angesichts des gehäuften Auftretens von EHEC-Erkrankungen im Mai 2011:

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Was ist die STORCH-Serologie?

Mediziner verwenden gerne Kurzwörter (Akronyme), die aus den Anfangsbuchstaben zu merkender Sachverhalte zusammengesetzt sind, beispielsweise von Krankheiten oder Behandlungsmaßnahmen. Ein solches, in der Neonatologie verwendetes Akronym ist STORCH.

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