Darf man in der Schwangerschaft noch Flugreisen machen?

Prinzipiell ja, allerdings gibt es dazu unterschiedliche Expertenmeinungen. Die Strahlenbelastung und das Thromboserisiko bei langem Sitzen mit angewinkelten Beinen gelten, vor allem bei Langstreckenflügen, als mögliche Gefahren. Wissenschaftliche Studien konnten diese Befürchtungen bisher allerdings kaum bestätigen.

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Bei unkomplizierter Schwangerschaft dürfte deshalb gegen eine Flugreise zwischen dem 4. und 7. Monat nichts einzuwenden sein. Auch nicht gegen einen Langstreckenflug, soweit Sie es bei ein/zwei Flügen bleibt. Bei Langstreckenflügen ist wichtig, dass Sie regelmäßig auf dem Gang auf und ab gehen, reichlich (Wasser und Tee) trinken und bereits zwei Stunden vor dem Abflug Kompressionsstrümpfe anlegen. In den sensiblen ersten drei Monaten sollten Sie dagegen ebenso auf eine längere (Flug-) Reise verzichten wie in den letzten ein bis zwei Monaten vor dem errechneten Geburtstermin.

Während einige Fluggesellschaften generell eine Bescheinigung des Haus- bzw. Facharztes über den voraussichtlichen Entbindungstermin verlangen, werden Sie bei vielen Airlines ab der 28. Schwangerschaftswoche (SSW) ein ärztliches Attest über das Fehlen „flugeinschränkender Risiken“ benötigen, um die Flugreise antreten zu können. Üblicherweise werden Schwangere auf Langstrecken ab der 34. SSW und auf Kurzstrecken ab der 36. SSW gar nicht mehr an Bord genommen.

Übrigens: Eine Geburt im Flugzeug ist durchaus möglich, kommt aber recht selten vor. Bei der Lufthansa beispielsweise gab es nach eigenen Angaben in 47 Jahren 8 Geburten an Bord.

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