Welche Reiseziele sind für Schwangere ungünstig?

Grundsätzlich abgeraten wird von Reisen in Malariagebiete. Einerseits ist das Risiko, von den Mücken gestochen zu werden, bei Schwangeren besonders groß. Aufgrund ihrer relativ hohen Hauttemperatur ziehen sie die Mücken förmlich an.

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Zum anderen droht bei einer Malaria in der Schwangerschaft ein besonders schwerwiegender Krankheitsverlauf mit Komplikationen wie Früh- oder Totgeburt, wohingegen die medikamentösen Prophylaxemöglichkeiten eingeschränkt sind. Ist der Aufenthalt in einem Malariagebiet unumgänglich, sind zum Schutz vor Mückenstichen eine den ganzen Körper bedeckende Kleidung und Nachtruhe unter einem Moskitonetz dringend zu empfehlen.

Tropische Gebiete lieber meiden

Kein gutes Ziel für Reisen in der Schwangerschaft stellen ganz generell die Tropen und alle anderen Regionen dar, in denen ein feucht-heißes Klima oder extreme Temperaturschwankungen herrschen. Auch auf Bergwanderungen sollten Sie in der Zeit der freudigen Erwartung lieber verzichten, da Ihnen ab 2.000 Meter ü.d.M. in der sauerstoffärmeren Luft und mit dickem Bauch schneller die Puste ausgehen wird. Das könnte sich über eine reduzierte Sauerstoffversorgung auch für Ihr Kind unangenehm bemerkbar machen.

Wer wählen kann, sollte sich für ein gemäßigtes Reiseziel in Europa entscheiden. Da belasten weder Jetlag, extreme Klimaveränderungen oder eine lange Anreise den Urlaub in anderen Umständen. Eine ärztliche Versorgung und hygienische Verhältnisse im gewohnten Standard zählen sicher auch zu den Faktoren vor Ort, die das mütterliche – und das kindliche – Herz nicht unbedingt höher, aber in Ruhe weiterschlagen lassen.

Weitere Fragen und Antworten zur Reisemedizin finden Sie unter Navigator-Medizin.de/Reisemedizin

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