Auf Lakritze in der Schwangerschaft lieber verzichten

Während der Schwangerschaft empfiehlt es sich, auf den Genuss von Lakritze eher zu verzichten. Zumindest sehr maßvoll mit der Leckerei umzugehen. Eine finnische Studie hat jetzt nämlich nachgewiesen, dass die Inhaltsstoffe der Lakritze dem Ungeborenen schaden.

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Die Wissenschaftler der Universität Helsinki untersuchten 321 Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft reichlich Lakritz-Produkte konsumiert hatten. Das Ergebnis: Die Kinder waren weniger intelligent als ihre Altersgenossen und hatten auch sonst Defizite im geistig-mentalen Bereich.

Übeltäter Glycyrrhizin schädigt Plaznta

Ursache dieses Phänomens ist wahrscheinlich Glycyrrhizinsäure. Dieser unaussprechliche Lakritzstoff scheint die Plazenta zu schädigen, so dass die Kinder im Mutterleib stärker mit Stresshormonen in Berührung kommen. In einer früheren, ebenfalls finnischen Studie hatte es Hinweise gegeben, dass zu viel Lakritze während der Schwangerschaft auch Frühgeburten auslösen kann.

Die gute Nachricht zum Schluss: Die Lakritzprodukte hierzulande enthalten deutlich weniger Glycyrrhizinsäure als die in Skandinavien. Dennoch raten auch die hiesigen Institutionen zu Zurückhaltung bei Lakritze - neben der Gefahr in der Schwangerschaft wird Lakritze auch mit höherem Blutdruck in Verbindung gebracht.


Autoren: WANC/, 04.10.10
Quelle: Journal of Epidemiology 2009, doi:10.1093/aje/kwp272; Am J Epidemiol 2002; 156:803-805

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