Was hat das Gewicht mit der Fruchtbarkeit zu tun?

Sowohl Untergewicht als auch Übergewicht wirken sich nachteilig auf die Fruchtbarkeit aus.

Wenn Sie dauerhaft weniger Kalorien als benötigt zu sich nehmen und an Gewicht verlieren, reagiert Ihr Körper mit einer verlangsamten Verbrennung von Nährstoffen und einem reduzierten Energieverbrauch. In der Folge wird das Aktivitätsniveau nicht lebensnotwendiger Körperfunktionen heruntergefahren, zu denen u.a. das Fortpflanzungsgeschehen zählt. So kann es bereits nach zwei Wochen ohne Aufnahme fester Nahrung zum Aussetzen des Monatszyklus kommen.

Bei starkem Übergewicht ist es dagegen nicht ein Energiemangel, der sich fruchtbarkeitsmindernd auswirkt, sondern ein Überschuss an Östrogen, der in den vermehrten Fettzellen produziert wird. Das kann den hormonellen Haushalt durcheinander- und die Nachwuchs(be)förderung zum Erliegen bringen. Ob und wie sich Körpergewicht und Ernährung bei Männern auf deren Fortpflanzungsfähigkeit auswirken, ist bisher unklar und damit offenbar noch zu wenig erforscht.

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