Worauf ist eine schlechte Spermienqualität zurückzuführen?

Eine häufige Ursache für männliche Zeugungsunfähigkeit ist die schlechte Qualität des Spermas. Etwa, wenn sich zu wenige Spermien darin befinden oder zu viele von ihnen geschädigt sind (z.B. nur unvollständig ausgebildet oder nicht ausreichend  beweglich).

In vielen Fällen ist die Reifung der Samenzellen gestört, was z.B. an Gefäßveränderungen im Hoden liegt, die zu verstärkter Durchblutung und Temperaturerhöhung des Hodens führen. Als Ursachen kommen (frühere Kindheits-) Erkrankungen wie Mumps, Hodenhochstand, Entzündungen oder Leistenbrüche in Frage, aber auch diverse angeborene Störungen und andere, im Laufe des Lebens erworbene Krankheiten.

Schließlich werden seit einigen Jahrzehnten zunehmend äußere Einflüsse für den Rückgang der männlichen Fruchtbarkeit verantwortlich gemacht: Auch Umweltgifte, Medikamente, Alkohol- und Drogenmissbrauch (z.B. Cannabis) sowie – als einer der wenigen konkret nachgewiesenen Schadfaktoren – das Rauchen beeinträchtigen die Produktion und Qualität der Samenfäden.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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