Unerfüllter Kinderwunsch: Was steckt hinter den „ungeklärten Ursachen“?

Wenn man das so genau wüsste, würde man sie natürlich nicht „ungeklärt“ nennen. Dennoch gibt es Vermutungen und vieles spricht dafür, dass hierbei vor allem psychische Faktoren eine Rolle spielen.

In bis zu 15% der Fälle bleibt trotz aufwändiger ärztlicher Diagnostik unklar, weshalb sich der Kinderwunsch eines Paares nicht erfüllt. Dann sprechen Mediziner von einer idiopathischen Sterilität. Denn mit „idiopathisch“ werden immer solche Diagnosen gekennzeichnet, für die es keine mess- bzw. nachweisbaren Erklärungen gibt. Dann ist möglicherweise die psychosomatische Medizin gefragt.

Wenn der Kinderwunsch selbst zum Hemmnis wird

Auch bei der idiopathischen Sterilität wird vermutet, dass nicht selten psychische Ursachen dahinter stecken. Sei es durch äußere Stressfaktoren oder aber durch den vom kinderwunschbeseelten Paar selbst erzeugten Druck. Das kann sich negativ auf den Eisprung, die Beweglichkeit der Eileiter und den Funktionsablauf des Zyklus auswirken. Und im Extremfall bleibt von der Leidenschaft nur das Leiden, die für die Fruchtbarkeit entscheidende Hormonproduktion aber auf der Strecke.

Dann kann auch die Reproduktionsmedizin kaum helfen. Gute Kinderwunschzentren halten für den entsprechenden Bedarf psychotherapeutische Behandlungsangebote vor.

Darüber hinaus gibt es freilich auch Unfruchtbarkeitsfälle bei intaktem Seelenleben, die schlicht und einfach unergründet bleiben.

Autor:

Anzeigen