Wozu wird ein Antikörper-Suchtest durchgeführt?

Weil es bei Rhesus-negativen Frauen (-> Was ist der Rhesus-Faktor?) im Verlauf einer Schwangerschaft zu einer Rhesus-Unverträglichkeit (Rh-Inkompatibilität) kommen könnte, wird bei ihnen zu Beginn der Schwangerschaft und dann nochmals in der 24. Schwangerschaftswoche ein Antikörper-Suchtest durchgeführt.

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Damit kann festgestellt werden, ob der mütterliche Blutkreislauf bereits Antikörper gegen das Rhesus-Antigen gebildet hat. Ein "negatives" Ergebnis – also die Abwesenheit solcher Antikörper – ist der Normalfall. Dann kann eine Anti-D-Prophylaxe durchgeführt werden.

Werden dagegen Rhesus-Antikörper im (positiven) Suchtest nachgewiesen, erfolgt eine engmaschigere serologische Kontrolle, um den weiteren Verlauf beobachten und, falls erforderlich, geeignete Behandlungsmaßnahmen ergreifen zu können. Steigt die Antikörper-Konzentration während der Schwangerschaft weiter an oder weist das Ungeborene im Ultraschall schon Zeichen einer Unverträglichkeitsreaktion wie beginnende Flüssigkeitsansammlungen (Hydrops fetalis) auf, kommt ggf. eine intrauterine Bluttransfusion in Frage.

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