Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit einer Rhesus-Unverträglichkeit?

Wenn die serologische Untersuchung zu Beginn Ihrer Schwangerschaftsbetreuung ergab, dass Sie Rhesus-positiv sind, besteht keinerlei Gefahr. Das gilt auch, wenn sowohl Sie als auch Ihr Kind Rhesus-negativ sind.

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Bei etwa jeder 10. Schwangerschaft besteht dagegen die potenziell bedrohliche Konstellation, dass eine Rhesus-negative Schwangere ein Rhesus-positives Kind (von einem Rhesus-positiven Vater) erwartet. Ob dann die Gefahr einer für das Kind gefährlichen Unverträglichkeitsreaktion besteht, hängt davon ab, ob die Mutter bereits mit Rhesus-positiven Blutzellen in Kontakt gekommen ist und Antikörper dagegen gebildet hat. Dazu kommt es in seltenen Fällen durch eine fehlerhafte Blutübertragung, vor allem aber dadurch, dass Blutzellen des Rhesus-positiven Kindes in den mütterlichen Blutkreislauf gelangen.

Gefahr vor allem bei zweiter Schwangerschaft

Da dies in der Regel erst bei Beendigung der Schwangerschaft – ob durch Geburt, Frühgeburt, Fehlgeburt oder Schwangerschaftsabbruch (!) – geschieht, wird es meist erst bei der nächsten Schwangerschaft mit einem Rhesus-positiven Kind wirklich gefährlich. Dennoch erhalten aus Sicherheitsgründen alle Rhesus-negativen Mütter mit Rhesus-positivem Nachwuchs in der 28. Schwangerschaftswoche und spätestens 72 Stunden nach der Geburt eine sogenannte Anti-D-Prophylaxe.

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